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„Symbol des Erfolgs“Charles lobt William – und lässt Harry eiskalt außen vor

König Charles III. und William, Prinz von Wales auf dem Balkon des Buckingham Palace in London

Copyright: Aaron Chown/PA Wire/dpa

König Charles III. und Prinz William verstehen sich gut. (Archivbild)

Beim Staatsbankett auf Schloss Windsor spricht König Charles bezeichnenderweise nur über einen Sohn.

Es war ein Abend mit politischen Botschaften – und einer bemerkenswerten familiären Note. Beim Staatsbankett auf Schloss Windsor hat König Charles III. die Bedeutung internationaler Freundschaften betont.

Anlass war der erste Staatsbesuch eines omanischen Herrschers in Großbritannien seit 1982. Doch in seiner Rede richtete der Monarch den Blick auch auf die Zukunft seines eigenen Königshauses.

Besonders erfreut zeigte sich Charles über die Zusammenarbeit seines Sohnes Prinz William mit dem omanischen Prinzen Sayyid Theyazin. Beide übernehmen gemeinsam die Schirmherrschaft für die Forschungsexpedition „Jewel of Arabia“.

Charles würdigt Williams Zusammenarbeit mit Oman

„Unsere Beziehungen sind von großer Bedeutung, und in diesem Zusammenhang hat es mich besonders gefreut, dass unsere Söhne, der Prinz von Wales und Seine Hoheit Sayyid Theyazin, gemeinsame Schirmherren der ‚Jewel of Arabia‘-Expedition geworden sind“, zitierte „GB News“ den König aus seiner Ansprache.

König Charles III. hält beim Staatsbankett auf Schloss Windsor am 20. Oktober 2026 eine Rede.

Copyright: AFP

König Charles III. hält beim Staatsbankett auf Schloss Windsor am 20. Oktober 2026 eine Rede.

Charles bezeichnete es als „Symbol des Erfolgs“, wenn „eine lebendige Beziehung von einer Generation an die nächste weitergegeben wird“. Damit unterstrich der Monarch nicht nur die engen Beziehungen zwischen Großbritannien und Oman, sondern hob zugleich die Rolle der nächsten Generation hervor.

Auch zu den Herausforderungen der Zukunft äußerte sich der 77-Jährige. Mit Blick auf den technologischen Wandel warnte er vor einem unbedachten Umgang mit künstlicher Intelligenz. „Künstliche Intelligenz birgt sowohl Chancen als auch Gefahren – sofern sie nicht mit großer Weisheit und Weitsicht gesteuert wird“, mahnte Charles.

Harry wünscht sich Versöhnung – doch Charles schweigt

Während William in der Rede seines Vaters ausdrücklich gewürdigt wurde, fiel ein anderer Name nicht: Prinz Harry. Der 42-Jährige, der sich vor Jahren von seinen royalen Pflichten zurückgezogen hat und mit seiner Familie in den USA lebt, blieb beim Staatsbankett unerwähnt.

Omanischer Sultan Haitham bin Tarik (l.) und König Charles III. lachen beim Staatsbankett auf Schloss Windsor am 20. Oktober 2026.

Copyright: AFP

Omanischer Sultan Haitham bin Tarik (l.) und König Charles III. lachen beim Staatsbankett auf Schloss Windsor am 20. Oktober 2026.

Das fällt besonders deshalb auf, weil Harry erst kurz zuvor seine Bereitschaft zur Versöhnung mit der königlichen Familie signalisiert hatte. In einem Gespräch mit dem „GQ Magazine“ hatte der Herzog von Sussex deutlich gemacht, dass er sich eine Annäherung wünscht.

Eine offizielle Reaktion des Buckingham-Palasts auf diese Aussagen blieb bislang aus. Ob Charles seinen jüngeren Sohn bewusst nicht erwähnte oder ob die Rede schlicht andere Schwerpunkte setzte, ist nicht bekannt.

Fest steht: Während der König die Zusammenarbeit Williams mit der omanischen Prinzenfamilie öffentlich hervorhob, blieb Harry außen vor. Ein Zeichen für den Zustand der familiären Beziehungen lässt sich daraus allein allerdings nicht sicher ableiten. (jag)