Zum Finale von „Das perfekte Dinner“ (VOX) in Berlin wird ordentlich aufgekocht - und am Ende sogar eine kleine Familienplanung angestoßen. Gregor (41) hat nämlich ein Faible für Noah (19) entwickelt. „In seinem Alter konnte ich höchstens Tee kochen“, gibt er zu. Fazit: „Ich möchte ihn adoptieren.“
„Das perfekte Dinner“Carmen Nebels Sohn gewinnt – und will Gast „adoptieren“

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Gregor (41) will seinen Mitgewinner Noah (19) „adoptieren“.
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Beim „Perfekten Dinner“ geht es ja bekanntlich ums Kochen. In Berlin ging es diesmal allerdings auch um die Chemie zwischen drei Foodies: Jannik (28), Noah (19) und Gregor (41) schienen sich in puncto Humor und Kulinarik-Vernarrtheit gesucht und gefunden zu haben. Letzterer richtet an Tag 5 im Pracht-Altbau in Schmargendorf das Finale aus.
Und wer seinen „Geräteraum“ (“Früher war das der Dienstbotenaufgang“) betritt, könnte kurz denken, man sei versehentlich in einem professionellen Küchenstudio gelandet: Pizzaofen, Eismaschine, Fritteuse, Sous-vide-Garer - alles da. „Meine Frau kriegt Puls, wenn sie das sieht“, erzählt Gregor. Verständlich. Wobei man sich bei einem solchen Gerätepark natürlich auch fragen darf: Hat der Mann eine Küche oder betreibt er nebenbei ein kleines Gastronomie-Start-up?
„Erbsenpüree bringt Ruhe und Leichtigkeit“
Motto: Garnele grüßt Ente - die Mango lacht:
- Vorspeise: Wasabi-Garnele, dazu eine Sushi-Rolle mit Tempura, Paprika und Frühlingszwiebel
- Hauptspeise: Sous vide gegarte Ente, dazu dreierlei Kartoffeln, Erbsenpüree, Pastinakenschaum und Wirsingchips
- Nachspeise: Mango-Törtchen aus Mangoscheiben gefüllt mit weißer Schokomousse, dazu zwei Sorbets jeweils aus Mango und Himbeere
Falsch gelegen! Zwar ist Gregor tatsächlich im Start-up-Bereich unterwegs, allerdings im Zeichen des Schlagers. Jedoch nicht als Fan, sondern aus Respekt: „Schlager macht so viele Menschen glücklich - ob ich ihn privat höre, ist erst mal egal.“ Biografisch ist das Ganze ebenfalls plausibel. Ein dezent auf das Sideboard platziertes Mutter-Sohn-Foto zeigt: Gregor ist der Sohn von Moderatorin Carmen Nebel. „Wer?“, fragt Daniela (53) da ganz unbedarft: „Ich bin nicht in dieser Branche.“

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Noah, Jannik, Gregor, Daniela und Thanh feiern den Doppelsieg in Berlin.
Komplett ahnungslos ist sie auch, was Gregors Lieblingsessen betrifft - bei Sushi hat sie noch nie zugegriffen: „Ich habe immer Angst, dass es mich nicht satt macht.“ Auch roher Fisch ist nicht ihr Fall. Dennoch greift sie bei Gregors Vorspeise zu (“Da muss sie heute durch“) und erkundigt sich lieber noch mal: „Wie soll ich das Ganze auf einmal in den Mund kriegen?“ Zu ihrer Erleichterung schmeckt sie den rohen Fisch gar nicht, auch nicht die ungeliebten Garnelen im Tempurateig: „Eher wie ein Omelett.“ Nicht ganz das, was sich die japanische Küche unter einer klassischen Produktbeschreibung vorstellt. Aber immerhin: Daniela hat sich überwunden.
Thanh (35) liebt es hingegen, und Jannik (28) feiert den Hauptgang: „Das Erbsenpüree bringt tolle Ruhe und Leichtigkeit ins Gericht.“ Dabei ist Gregors Küchenphilosophie denkbar unkompliziert: „Alles, was frittiert wird, wird besser.“ Zum nötigen Kalorienabbau schickt Gregor seine Runde dann nach nebenan: An der Tischtennisplatte können sie sich so richtig austoben. „Dann habe ich meine Ruhe“ - ein Gastgeber mit Strategie.
Seine berühmte Mutter ist bei alldem Nebensache. Deutlich wird vor allem seine neue Freundschaft mit Noah. Der Youngster der Runde hat es ihm mit seiner erstaunlichen Koch-Expertise so sehr angetan, dass er ihn am liebsten gleich „adoptieren“ würde. „Mit 19 konnte ich allenfalls Tee kochen“, bekennt Gregor - und freut sich nach der „Dinner“-Woche auch mal wieder auf „'ne Schnitte mit Leberwurst“.
Am Ende teilen sich Gregor und Noah (“Ich könnte immer weitermachen“) den Sieg: Beide kommen auf 36 Punkte, worüber sich auch Bruder im Geiste Jannik (33 Punkte) freut. Und so hat die sympathisch-lässige Runde in Berlin nicht nur Punkte gesammelt, sondern auch ziemlich perfekte Freunde gefunden. (tsch)
