Die Objekte dieses Künstlers waren laut „Bares für Rares“-Händler zwar „extrem beliebt“, doch Horst Lichter erkannte den berühmten Namen zunächst nicht ...
„Unverkennbar“Berühmter Kunstname sorgt bei „Bares für Rares“ für Spannung

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Horst Lichter erkannte bei „Bares für Rares“ den berühmten Künstler dieses Tellers nicht auf Anhieb. (Bild: ZDF)

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Die besondere Gestaltung des Tellers stammte von Friedensreich Hundertwasser. (Bild: ZDF)
Horst Lichter erkannte in der Montagsausgabe der ZDF-Trödelshow „Bares für Rares“ den Künstler nicht auf Anhieb. Dabei war das typische Design wohl „unverkennbar“. Der Moderator kam dem Namen aber auf andere Weise auf die Spur: Er spickte auf der Unterseite des Tellers. Das hatten die Händler nicht nötig und lieferten sich ein spannendes Duell.
Colmar Schulte-Goltz war sofort begeistert vom Design des berühmten Künstlers: „Unverkennbar.“ Lichter, der sich gerade von hinten an das Expertenpult heranschlich, hatte allerdings eine andere Erklärung parat: „Ja, unverkennbar, vor allem wenn man es hinten gelesen hat.“ Anschließend widmete er sich den Verkäufern ... Georg aus Kronach war mit Tochter Yvonne zu Gast. Mit im Gepäck: Ein außergewöhnlicher Teller seines früheren Arbeitgebers, dem renommierten Porzellan- und Keramikhersteller Rosenthal. Das Stück gehörte zu den Kunstreihen des Unternehmens aus Selb und begeisterte auch Experte Schulte-Goltz: „Herausragend schön.“

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Drei Lehrmodelle zu Tierbewegungen stammten aus den 1970er-Jahren. (Bild: ZDF)
Die besondere Gestaltung des Tellers stammte aber nicht von Rosenthal, sondern von Friedensreich Hundertwasser. Mit dem Kunstwerk habe der Wiener Künstler seine Vorstellung davon zum Ausdruck gebracht, „wie wir utopisch die Welt verbessern können“, erläuterte Schulte-Goltz. Der Name des Objekts war auf der Unterseite zu finden: „Spiralental.“
Das Kunstobjekt (336) war auf 2.000 Stück limitiert. Auch das Herstellungsjahr ließ sich auf der Unterseite ablesen: 1983. Schulte-Goltz fiel dabei auf: „Besonders witzig und ein typischer Hundertwasser-Effekt ist, dass das Dekor auf der Unterseite weitergeführt wird - an einen Ort, wo man nicht immer automatisch guckt“, erklärte der Experte.
„Mega, das habe ich noch nie gesehen“

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Ein Ölgemälde des niederländischen Künstlers Willem de Haas Hemken stammte vermutlich aus den 1890er-Jahren. (Bild: ZDF)

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Eine Brosche und Ohrhänger datierte Wendela Horz auf etwa 1950. (Bild: ZDF)
Im Mittelpunkt stand aber das Motiv, das für Hundertwassers Schaffen charakteristisch war: Die Spirale symbolisierte den Fluss des Lebens. Daneben sorgten fühlbare Erhebungen, die Hügel darstellten für eine besondere Struktur. „Organische Elemente, die sich immer wieder auch in der Architektur des Künstlers wiederholen“, erläuterte Schulte-Goltz. „Wunderbar“, schwärmte Lichter und fragte nach der Preisvorstellung. Georg wünschte sich 300 Euro für seinen glasierten Teller aus Feinsteinzeug. Schulte-Goltz sah den Wert deutlich höher und schätzte 450 bis 600 Euro - obwohl das Dekor einige Kratzer aufwies. Tochter Yvonne freute sich über die positive Einschätzung: „Das ist toll.“
„Hundertwasser“, rief Christian Vechtel sofort, als er den Schalenteller enthüllte. Ein Raunen ging durch den Händlerraum: Der Künstler war schließlich nicht nur berühmt, sondern auch „extrem beliebt“. Nachdem Vechtel die Angaben auf der Unterseite vorgelesen hatte, war David Suppes noch beeindruckter: „Mega, das habe ich noch nie gesehen.“

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Eine Eule vom Trödel stammte von Freddotherm, eine bekannte Firma für Design-Barzubehör. (Bild: ZDF)
Die Zusammenarbeit von Rosenthal und Hundertwasser war Suppes bislang unbekannt: „Wow, nicht schlecht.“ Er verdoppelte Vechtels 100 Euro, doch auch Liza Kielon hatte Interesse und legte mit 300 Euro nach. Eigentlich Georgs Wunschpreis, allerdings war der Verkäufer nach der Experten-Schätzung damit nicht mehr zufrieden: „Da ist noch Luft nach oben.“ Anschließend lieferten sich Kielon und Vechtel einen schnellen Schlagabtausch, bis die Händlerin für 520 Euro den Zuschlag erhielt. „Das ist mein erster Hundertwasser“, freute sie sich über ihren Fang. Der Künstler begeisterte schließlich nicht nur mit seiner unverwechselbaren Formensprache, sondern auch mit seiner ökologischen Vision.
David Suppes bezahlte für Ölgemälde 1.100 Euro

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Expertin Wendela Horz erkannte in dem Collier einen antiken Anhänger aus vergoldetem Silber mit Diamantrosen. (Bild: ZDF)
Als weiteres Objekt der Sendung wurden drei Lehrmodelle zu Tierbewegungen aus den 1970er-Jahren von Experte Sven Deutschmanek als Arbeiten der bekannten Firma Schlüter gewürdigt. Er schätzte ihren Wert auf 210 bis 300 Euro. Die Verkäuferin hatte sich nur 100 Euro gewünscht. Christian Vechtel zahlte schließlich 210 Euro.
Ein Ölgemälde des niederländischen Künstlers Willem de Haas Hemken stammte vermutlich aus den 1890er-Jahren. Gewünscht wurden 1.000 Euro. Colmar Schulte-Goltz schätzte den Wert auf 1.200 bis 1.500 Euro, empfahl jedoch eine Reinigung und einen passenden Rahmen. David Suppes zahlte schließlich 1.100 Euro.
Erbschmuck datierte Wendela Horz auf etwa 1950. Für die Brosche und Ohrhänger aus 585er und 750er Weißgold mit Diamanten (1,5 Karat) und Zuchtperlen wünschte sich der Verkäufer 1.000 Euro. Bei einem Goldankaufswert von 690 Euro schätzte die Expertin 1.200 bis 1.500 Euro. Elke Velten zahlte schließlich 1.400 Euro. Eine Eule vom Trödel (Einkaufspreis zwölf Euro) stammte von Freddotherm, eine bekannte Firma für Design-Barzubehör. Experte Sven Deutschmanek datierte den Eiswürfelbehälter auf die 1970er-Jahre und schätzte ihn auf 300 bis 400 Euro. Gewünscht waren 110 Euro. David Suppes erkannte das Designobjekt ebenfalls und zahlte 270 Euro.
Expertin Wendela Horz erkannte im Collier einen antiken Anhänger aus vergoldetem Silber mit Diamantrosen (1,8 Karat), den sie in die 1860er-Jahre datierte. Die Kette stammte dagegen aus dem frühen 20. Jahrhundert. Der Wunschpreis lag zwar bei 3.000 Euro, Horz schätzte aber nur 1.800 bis 2.200 Euro und Elke Velten zahlte 1.000 Euro. (tsch)
