Sepp Maier, Berti Vogts, Karl-Heinz Rummenigge: Auf diesem Ball hatte sich 1978 Fußballprominenz verewigt. Ein Detail an dem Sammlerstück brachte David Suppes bei „Bares für Rares“ zusätzlich zum Staunen.
„Dass es so was bei Quelle gab!“„Bares für Rares“-Team staunt über Dachbodenfund

Copyright: ZDF
David Suppes begeisterten gleich zwei Details. Zum einen freute er sich über den Originalkarton, zum anderen staunte er darüber, „dass es so was bei Quelle gab“! (Bild: ZDF)
In der aktuellen Donnerstagsausgabe von „Bares für Rares“ (24.9.) wurde es sportlich und sehenswert. Zum Verkauf stand ein echtes Stück Fußballgeschichte, das bestens zu Jürgen Klopps Bundestrainer-Premiere passt, zugleich aber Erinnerungen an weniger glorreiche Zeiten weckte.

Copyright: ZDF
Beim Aufräumen einer staubigen Ecke in der Wohnung des Onkels war das Sportgerät samt Verpackung zum Vorschein gekommen, berichteten Mutter und Tochter Experte Sven Deutschmanek (links) und Moderator Horst Lichter. (Bild: ZDF)
Beim Aufräumen einer staubigen Ecke in der Wohnung des Onkels war das Sportgerät samt Verpackung zum Vorschein gekommen, berichteten Mutter und Tochter. Dass der Fund viel zu schade für die Mülltonne gewesen wäre, zeigte sich bei genauerem Hinsehen schnell. Bei dem signierten Ball handelte es sich keineswegs um gewöhnliches Leder. Darauf hatten sich sämtliche Spieler der deutschen Nationalmannschaft von 1978 mit ihren Autogrammen verewigt. Bei der WM in Argentinien landete Deutschland damals auf dem sechsten Platz.
Die „Schmach von Córdoba“, erinnerte Sven Deutschmanek an das verlorene Spiel gegen Österreich. „Stimmt!“ Horst Lichter hatte die schmerzliche Episode ebenfalls noch präsent. Dabei war die deutsche Mannschaft gerade einmal vier Jahre zuvor Weltmeister geworden.
„Bares für Rares“-Experte staunt Star-Unterschriften aus dem Versandhaus

Copyright: ZDF
Dass der Lederball niemals aufgepumpt worden war, erwies sich im Nachhinein als echter Glücksfall. (Bild: ZDF)
Weg mit den Flashbacks ... Dass der Lederball niemals aufgepumpt worden war, erwies sich im Nachhinein als echter Glücksfall. Dadurch hatten die Signaturen die Jahrzehnte ausgesprochen gut überstanden. Noch eine Besonderheit machte den Fund interessant: Den Fußball mit seinen 21 Original-Unterschriften hatte man 1978 tatsächlich bei Quelle bestellen können.
Wie viele Exemplare davon produziert worden waren, konnte der Experte zwar nicht mehr feststellen. Für die damalige Zeit sei es jedoch ausgesprochen ungewöhnlich gewesen, einen Ball mit echten Unterschriften im Versandhaus kaufen zu können. Massenware dürfte anders ausgesehen haben.
Auf dem Ball ließen sich unter anderem die Namen prominenter Nationalspieler wie Sepp Maier, Berti Vogts und Karl-Heinz Rummenigge erkennen. Blieb nur die Frage, wie viel die geballte Fußballnostalgie heute wert war. Mit mehr als 150 Euro wären die Verkäuferinnen bereits zufrieden gewesen. Dank der noch vorhandenen Verpackung sah die Expertise sogar etwas mehr Spielraum: 150 bis 200 Euro hielt Sven Deutschmanek für möglich.
David Suppes begeisterten wenig späterim Händlerraum gleich zwei Details. Zum einen freute er sich über den Originalkarton, zum anderen staunte er darüber, „dass es so was bei Quelle gab“! Auch seine Händlerkolleginnen und -kollegen erkannten den Reiz des Sammlerstücks und trieben den Preis zur Freude der Verkäuferinnen auf 260 Euro. Am Ende landete David Suppes den Treffer und nahm den historischen Ball mit. (tsch)
