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„Jetzt werde ich gleich sauer!“Experte verliert im Gespräch mit Horst Lichter die Geduld

Moderator Horst Lichter stand vor einem Rätsel: „Was könnte das denn sein?“  (Bild: ZDF)

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Moderator Horst Lichter stand vor einem Rätsel: „Was könnte das denn sein?“ (Bild: ZDF)

Schlitten, Regal oder doch etwas ganz anderes? Ein kurioses Fundstück sorgte bei „Bares für Rares“ für Rätselraten - und nicht nur bei Horst Lichter ...

„Ich liebe diesen Tisch“, freute sich Lichter, als er das fragliche Objekt auf dem Expertenpult von Deutschmanek entdeckte. Immer wieder würden dort Gegenstände auftauchen, bei denen er sich frage: „Was könnte das denn sein?“ Bei diesem Stück hielt der Experte das viele Rätselraten allerdings für völlig unnötig: „Das siehst du doch, was es ist!“

Wie der Experte erklärte, handelte es sich um einen historischen Eisgleiter. (Bild: ZDF)

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Wie der Experte erklärte, handelte es sich um einen historischen Eisgleiter. (Bild: ZDF)

„Ich bin mir nicht ganz sicher“, gestand Lichter. Je nachdem, wie das Holzteil positioniert wurde, könnte es sich seiner Meinung nach um einen Schlitten oder ein Regal handeln. Schließlich legte er sich auf ein kleines Weinregal fest. Sollte es sich doch um einen Schlitten handeln, könne es ja nur ein Lastenschlitten sein, so der Moderator.

„Nein, nein, jetzt werde ich gleich sauer“, hob Deutschmanek seine Stimme, denn die Funktion des Objekts war sowas von eindeutig. „Lastenschlitten ist totaler Quatsch“, mahnte er und verwies auf die viel zu kleine Auflagefläche: „Da passt doch gar nichts drauf.“ Elisabeth und Jeanette aus Odenthal hatten das Fundstück beim Entrümpeln entdeckt.

„Ich habe sowas noch nie gesehen“, staunte Christian Vechtel beim Anblick der Rarität.
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„Ich habe sowas noch nie gesehen“, staunte Christian Vechtel beim Anblick der Rarität. (Bild: ZDF)

Für einen herkömmlichen Schlitten seien die Kufen viel zu schmalkantig. Stattdessen handelte es sich bei dem Objekt um einen historischen Eisgleiter. Eine solche Konstruktion habe der Experte bereits auf Gemälden mit Winterlandschaften und zugefrorenen Seen entdeckt: „Neben Schlittschuhen haben Kinder auch diese Gleiter damals auf Seen genutzt.“

Händlerteam vermutet: „Das gehörte den Vorfahren von Waldi“

Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Scheren-Armband von Wendela Horz in den 1920er bis 1930er Jahren datiert. 

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Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Scheren-Armband von Wendela Horz in den 1920er bis 1930er Jahren datiert. (Bild: ZDF)

Für die nächste Diskussion sorgte die Jahreszahl auf dem Eichenholz-Gleiter. „1848 oder 1878?“, fragte Deutschmanek. Während Lichter und die Verkäuferinnen eindeutig die Zahl 1848 erkannten, tendierte der Experte zu 1878. Für den Wert des historischen Stücks spielte die genaue Jahreszahl allerdings keine entscheidende Rolle, erklärte Deutschmanek.

Für den Eisgleiter mit handgeschmiedeten Kufen hofften Elisabeth und Jeanette auf 50 bis 100 Euro. Trotz einiger kleiner Beschädigungen schätzte Deutschmanek den Wert ebenfalls auf 50 bis 80 Euro. Schließlich sei das historische Stück heute vor allem dekorativ: „Dabei spielen die Mängel keine Geige. Das nutzt nämlich keiner mehr.“

Ein Ölgemälde von 1866 beschrieb Colmar Schulte-Goltz als „wunderbares, idealisiertes Landschaftsgemälde aus der Romantik“.  (Bild: ZDF)

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Ein Ölgemälde von 1866 beschrieb Colmar Schulte-Goltz als „wunderbares, idealisiertes Landschaftsgemälde aus der Romantik“. (Bild: ZDF)

Weiter zum Rätselraten im Händlerraum: Christian Vechtel überlegte, ob Kinder auf dem Schlitten Platz hatten, David Suppes tippte eher auf Puppen. Markus Wildhagen dachte eher an einen Mehlsack. Doch als Vechtel auf die Eifel verwies, denn „dort schneit es viel“, hatte Wildhagen die passende Erklärung: „Das gehörte den Vorfahren von Waldi.“

Auch die Initialen „E. W.“ sorgten für neue Munition für die Spekulationen. Suppes deutete sie kurzerhand als „Eifel-Waldi“, und auch Elke Velten war überzeugt: „Das ist das Eigentum von Waldi.“ Wildhagen feierte die vermeintliche Punktlandung: „Unfassbar!“ Nur einer fehlte, um die Waldi-Theorie persönlich zu bestätigen: Walter Lehnertz.

David Suppes zahlt 1.600 Euro für Landschaftsgemälde

Zwei Keramikplastiken datierte Colmar Schulte-Goltz in der Zeit zwischen 1915 und 1920. (Bild: ZDF)

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Zwei Keramikplastiken datierte Colmar Schulte-Goltz in der Zeit zwischen 1915 und 1920. (Bild: ZDF)

Als die Verkäuferinnen im Händlerraum eintrafen, klärten sie die Händler über die ungewöhnliche Funktion des Fundstücks auf. Der Gleiter war nicht für verschneite Hänge, sondern für den Einsatz auf zugefrorenen Seen gedacht, erklärte Jeanette. Fabian Kahl hatte sofort ein Bild vor Augen: „Ah, also mit Anlauf und dann mit dem Bauch drauf.“ „Ich habe sowas noch nie gesehen“, staunte Vechtel und eröffnete mit 80 Euro für den mittlerweile zum „Eifel-Waldi-Flitzer“ ernannten Eisgleiter. Wildhagen ging auf 110 Euro, Vechtel konterte mit 120 Euro. Suppes bezeichnete das Stück lediglich als „schöne Deko“ - ohne Gebot. Doch die Verkäuferin wünschte sich: „Ein bisschen mehr.“

Diese prunkvolle Schale datierte Wendela Horz um 1900.  (Bild: ZDF)

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Diese prunkvolle Schale datierte Wendela Horz um 1900. (Bild: ZDF)

Danach lieferten sich Vechtel und Elke Velten ein humorvolles Duell in Ein-Euro-Schritten, bis der Händler bei 140 Euro den Zuschlag für den „skurrilen Bauchschlitten“ erhielt. Kahl hatte dazu noch einen passenden Spruch parat: „Für deinen Bierbauch kannst du auch eine Holzplanke in der Mitte rausnehmen, dann passt er dir.“

Als weiteres Objekt der Sendung wurde ein Scheren-Armband von Wendela Horz in den 1920er bis 1930er Jahren datiert. Leider handelte es sich nicht um massives Gold, sondern um Doublé. Der Wunschpreis lag bei 300 Euro, doch die Expertin konnte nur 30 bis 50 Euro taxieren. Markus Wildhagen zahlte letztlich 120 Euro für das Erinnerungsstück.

Ein Ölgemälde von 1866 beschrieb Colmar Schulte-Goltz als „wunderbares, idealisiertes Landschaftsgemälde aus der Romantik“. Für das Werk des renommierten Künstlers Fritz Ebel wurden 2.000 bis 3.000 Euro gewünscht, 1.800 bis 2.200 Euro taxiert und von David Suppes letztlich 1.600 Euro gezahlt.

Zwei Keramikplastiken des deutschen Keramikers Kurt Feuerriegel (Frohburg) datierte Colmar Schulte-Goltz in der Zeit zwischen 1915 und 1920. Der Wunschpreis lag bei 200 Euro, der Experte schätzte 250 bis 300 Euro, denn „die Objekte von Feuerriegel sind sogar museal und begehrt“ und Elke Velten zahlte 250 Euro. Eine „prunkvolle Schale aus einem sehr guten Haus“ (Gebrüder Friedländer aus Berlin) datierte Wendela Horz um 1900. Für das Objekt aus 800er Silber wünschte sich der Verkäufer 900 Euro. Bei einem Silberwert von 1.200 Euro, taxierte Horz 1.500 Euro und David Suppes zahlte auch 1.500 Euro. (tsch)

„Aufs Wesentliche reduziert, trotzdem alles da“, beschrieb Horst Lichter die etwas kantige Darstellung eines Golfers. Dann fiel dem „Bares für Rares“-Moderator auf, dass die Bronzefigur unbekleidet war: „Hui!“ (Bild: ZDF)
„Nur noch in Schottland“ erlaubt
Händler reißen sich um „verbotene“ Bronzefigur