„Bares für Rares“-Expertin empört sich beim Anblick des Verkaufsobjekts„Das ist eigentlich eine Schande!“

„Was hier jemand gemacht hat - das ist eigentlich eine Schande!“, kritisierte Heide Rezepa-Zabel scharf.  (Bild: ZDF)

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„Was hier jemand gemacht hat - das ist eigentlich eine Schande!“, kritisierte Heide Rezepa-Zabel scharf. (Bild: ZDF)

Eine nachträgliche Behandlung von zwei Ohrringen sorgt bei „Bares für Rares“ (ZDF) für Irritation. Expertin Heide Rezepa-Zabel spricht sogar von einer „Schande“. Doch im Händlerraum kommt das schmucke Duo in der Dienstagsfolge bestens an ...

Gisela hatte die Ohrringe von ihrer verstorbenen Tante geerbt.  (Bild: ZDF)

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Gisela hatte die Ohrringe von ihrer verstorbenen Tante geerbt. (Bild: ZDF)

„Da wird schon fleißig getestet“, erkannte der Moderator in der Dienstagsausgabe von „Bares für Rares“. „Das ist aber auch schwer zu erkennen“, fand Horst Lichter. Die angebotenen Ohrringe könnten Platin sein oder Weißgold, dachte er laut. „Was es ist, weiß ich schon“, widersprach die Schmuckexpertin Dr. Heide Rezepa-Zabel. „Ich will eigentlich nur die Legierung des gelben Goldes erkennen“, erklärte sie. Horst Lichter staunte: „Spannend!“

Zunächst stellte sich Verkäuferin Gisela vor. Lichter fragte nach der Provenienz der „wunderschönen Ohrringe“. Die Wahl-Mainzerin hatte diese von der verstorbenen Tante geerbt. Deren Schmuck „fand ich als Kind natürlich faszinierend“, berichtete Gisela. Eine „tropfenförmige Abhängung, ornamental verspielt um einen größeren Mittelstein“, referierte Heide Rezepa-Zabel. Ebenso fachsimpelte sie über die „Hybridbauweise“ auf der Rückseite: „Unten Gelbgold und nach oben hin Platin!“

Eine „tropfenförmige Abhängung, ornamental verspielt um einen größeren Mittelstein“, referierte Heide Rezepa-Zabel.  (Bild: ZDF)

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Eine „tropfenförmige Abhängung, ornamental verspielt um einen größeren Mittelstein“, referierte Heide Rezepa-Zabel. (Bild: ZDF)

„Was dir sofort aufgefallen ist, dass diese Pendel sehr glanzvoll sind“, erinnerte Rezepa-Zabel an Lichters Reaktion zu Beginn. Diese würden „fast blauweiß“ erscheinen, fand sie. „So ist das nicht ursprünglich gewesen“, wusste die Expertin. „Ach!“, war Lichter verblüfft. Platin sei üblicherweise rauchig-gräulich. „Was hier jemand gemacht hat - das ist eigentlich eine Schande!“, kritisierte Rezepa-Zabel scharf. Jemand habe „es rhodiniert, um es noch prunkvoller und glanzvoller erscheinen zu lassen. Und das ist wirklich sehr bedauerlich.“

„Ohrringe haben wir hier ja immer selten“

Gisela erhoffte sich 350 Euro. Zu bescheiden, fand Rezepa-Zabel. (Bild: ZDF)

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Gisela erhoffte sich 350 Euro. Zu bescheiden, fand Rezepa-Zabel. (Bild: ZDF)

„Missverstanden - oder sagen wir: in die heutige Zeit transportiert“, sinnierte die Expertin. Der Juwelier G. Heinecke aus Mayen, der die Ohrhänger gefertigt hatte, würde die nachträglichen Behandlungen sicherlich ebenso kritisch sehen. „Wie viel Karat haben die Diamanten? Da legen wir zwei Wert drauf“, solidarisierte sich Horst Lichter mit der Verkäuferin. „Großen Wert“, bestätigte Gisela. Acht kleine Diamanten und ein 0,1-Karäter in der Mitte - 0,36 Karat pro Schmuckstück, so die Expertin.

Gisela erhoffte sich 350 Euro. Zu bescheiden, fand Rezepa-Zabel: „Ohrringe aus der Zeit sind selten und sehr begehrt.“ Die Expertin taxierte auf 800 bis 900 Euro. „Hier ist sie - nicht rhodiniert, sondern im Originalzustand: die Händlerkarte“, meinte Lichter scherzhaft. „Was kleines Feines“, vermutete im Händlerraum Susanne Steiger in dem Schmuckkästchen, das Gisela vor ihr platzierte. Steiger öffnete und atmete aufgeregt. „Eine sehr schöne Farbe“, lobte sie.

„Ich werde gut auf sie aufpassen“, versprach Susanne Steiger. (Bild: ZDF)

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„Ich werde gut auf sie aufpassen“, versprach Susanne Steiger. (Bild: ZDF)

„Ohrringe haben wir hier ja immer selten und ich frage mich, warum“, dachte Benjamin Leo Leo laut. „Die werden wahrscheinlich gerne behalten“, sinnierte Sarah Schreiber. „Eine schöne Größe, lang, und haben einen Wiedererkennungswert“, lobte Steiger die Ohrhänger. Steigers erstes Gebot lag bei 650 Euro. Friedrich Häusser ging mit. Bereits jetzt war der Wunschpreis mit 700 Euro verdoppelt. „Sie glauben es nicht, aber ich habe fast dieselben, sogar hier gekauft“, überraschte indessen Sarah Schreiber die Verkäuferin.

„Kommt da noch was?“

„Ich trage sie bis heute furchtbar gern selbst und werde sie nicht abgeben“, sagte Sarah Schreiber. „Wirklich sehr schön“, lobte auch Anaisio Guedes die beiden Mitbringsel. Friedrich Häusser und Susanne Steiger blieben jedoch die einzigen Duellanten. „Ich lehne mich mal zurück“, kommentierte Benjamin Leo Leo als Zuschauer, nachdem Steiger 850 Euro geboten hatte. Doch Friedrich Häusser reagierte mit 900 Euro - dem maximalen Schätzpreis! „Das finde ich schon ein starkes Gebot“, so Susanne Steiger fragend in Richtung Gisela.

„Was meinen Sie zu 900 Euro?“, hakte Susanne Steiger nach. Gisela fragte: „950?“ Steiger erklärte: „Ja, würde ich machen.“ Sie blickte zum Konkurrenten Friedrich Häusser: „Kommt da noch was?“ Der Händler nannte ihren Schachzug „frech“. „Da gehe ich nicht drüber“, entschied Häusser. Für 950 Euro gehörte der Schmuck nun Susanne Steiger - preislich gesehen ein Traum-Verkauf, doch Gisela bekam leichten Trennungsschmerz. „Ich werde gut auf sie aufpassen“, versprach Steiger daher. „Mit Liebe, ich habe sie auch sehr geschätzt“, so Gisela zum Abschied. Steiger gelobte, den Schmuck „mit Liebe zu verkaufen“. (tsch)

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