Das zweitägige großen Oster-Special von „Wer wird Millionär?“ war eine Überraschungssendung. Die Kandidaten dachten bis zu ihrem Auftritt, sie wären nur Zuschauer. Einer der Überrumpelten ging schon vor der ersten Frage in die Geschichte der Sendung ein.
„Ich lebe noch“91-Jähriger knackt „Wer wird Millionär?“-Rekord

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Der älteste Volunteer Deutschlands und ältester WWM-Kandidat aller Zeiten: Reiner Spänkuch ging mit 16.000 Euro. (Bild: RTL / Ralf Juergens)
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Alle Kandidaten und Kandidatinnen am Ostersonntag hatten eins gemeinsam: Sie wussten noch nichts von ihrem Glück (oder Pech).
Zu den Gästen, die überraschend ihren großen „Wer wird Millionär?“-Auftritt hatten, zählte Reiner Spänkuch. „Wir sind ja altersmäßig nicht weit auseinander“, kommentierte Moderator Günther Jauch. Nicht wirklich, wie der überraschte Überraschungskandidat klarstellte: „Sie könnten mein Sohn sein.“
Wer wird Millionär?: Mit 91 Jahren rüstiger als Moderator Günther Jauch
Mit 91 Jahren stellte der Rentner einen Rekord in der RTL-Sendung auf: Er war laut Günther Jauch „der älteste Kandidat, den wir je hatten“. Dafür gab es viel Applaus. „Meine Tochter ist Rentnerin und ich lebe noch. Und meine Frau mit 91 Jahren ist auch noch geistig fit“, berichtete der Kandidat. Stolz war er auch darauf, dass er seit 68 Jahren verheiratet ist. Jauch staunte: „Wenn ich das schaffen sollte mit meiner Frau, wäre ich 118 Jahre alt, das schaffe ich nicht mehr.“
Per Videobotschaft gratulierte Sport-Prominenz dem Rentner zur Teilnahme am ersten Teil des Oster-Specials: Ole Werner, Chef-Trainer bei RB Leipzig und Spieler Lukas Klostermann. Reiner Spänkuch ist nämlich nicht nur der älteste WWM-Kandidat aller Zeiten, sondern als ehrenamtlicher Besucherlenker für den Fußballverein auch Deutschlands betagtester Volunteer.
Die Kandidaten der fröhlichen Ostersendung bekamen einen zufälligen Zusatzjoker spendiert, versteckt in Osterhasenfiguren. Günther Jauch wollte diesen dem Kandidaten bringen, doch Reiner Spänkuch stand noch mal auf und wollte den Hasen selbst aus der Deko fischen. „Nicht dass Sie in die Rabatten fallen hier“, gab der Moderator zu bedenken.

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Altenheim-Leiteirn Gabi Eickelmann ging mit 32.000 Euro. (Bild: RTL / Ralf Juergens)
Doch auch als ein weiterer Deko-Hase umfiel, war der rüstige Rentner schneller als Jauch und stellte diesen wieder auf. „Meine Güte, Sie kommen ja weiter runter als ich!“, stellte Jauch erstaunt fest. Sein Bonus-Joker war ein österlicher Zusatzjoker. So kam er trotz Sicherheitsvariante mit Absicherung auf der 16.000er-Stufe auf insgesamt vier Hilfestellungen.
Auch geistig war der 91-Jährige topfit. Den ersten Joker benötigte er bei der 2.000er-Marke. Für 4.000 sollte er wissen: „Was führt zum Philadelphia Museum of Art und lockt alljährlich zahlreiche Fans und Touristen an?“ Mad-Max-Tunnel, Rocky-Treppe, James-Bond-Allee, Karate-Kid-Gasse? Der Telefonjoker genoss den Ruf eines Cineasten und empfahl die „Rocky-Treppe“. Reiner Spänkuch blieb skeptisch. Er tendierte zu James Bond. Erst als der Moderator pantomimisch boxte und Sylvester Stallone nannte, folgte er dem Rat des Jokers.
Der Zusatzjoker verhalf zu den sicheren 16.000 Euro. Die 32.000er-Frage: „Wer suchte in den 80ern einen gewissen Conny Plank auf dessen Bauernhof in der Nähe von Köln auf?“ Karl Lagerfeld und Tom Ford, Eurythmics und Ultravox, FC Bayern und Schalke 04, KGB und CIA? Der 50:50-Joker half dem Kandidaten nicht weiter, sodass er aufgab. „Conny Plank war ein berühmter Musikproduzent“, dozierte Jauch. Gesucht war also B. Er verabschiedete den 91-Jährigen unter viel Applaus mit den Worten: „Es hat mir große Freude gemacht.“
Diese Summen erspielten die anderen Kandidaten
Johannes Müller war von seiner Frau heimlich angemeldet worden. Der notorische Besserwisser erspielte 32.000 Euro.

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Alexander Brandls Schwiegereltern hätten ihren Sohn und ihn gern aus dem Haus, um wieder mehr Platz zu haben. Dabei soll der WWM-Gewinn helfen. (Bild: RTL / Ralf Juergens)
Gabi Eickelmann leitet ein Altenheim. Ihre Angestellten überraschten sie mit der Anmeldung zum Oster-Special. Sie ging mit 32.000 Euro.
Bianka Raabs zukünftiger Ex-Mann hatte sie angemeldet. Augenzwinkernd erklärte er: Es gelte, die geplanten Scheidungskosten zu finanzieren. Raab war mit 16.000 Euro wunschlos glücklich.
Alexander Brandl wurde von seinen Schwiegereltern angemeldet, damit deren Sohn und er endlich umziehen. Die Sendung endete vor seiner ersten Frage. Er darf am Ostermontag spielen. (tsch)

