Miet-Wahnsinn in Köln: Viele kündigen deswegen den Job.
Wohnungssuche ist GlückssacheStudie: Hohe Mieten schrecken immer mehr Fachkräfte ab

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In Metropolen gibt es nur wenig bezahlbaren Wohnraum.
Tolle Jobs, super Freizeit, aber die Mieten? Ein Albtraum! In den deutschen Metropolen sind die extremen Wohnkosten für viele Arbeitnehmer ein massives Ärgernis. Eine neue Untersuchung von PwC belegt das – und für Köln und Umgebung ist das ein riesiges Thema.
„Die Höhe der Mieten und die Schwierigkeit, in Ballungsgebieten eine bezahlbare Wohnung zu finden, bleibt ein riesiger Frustfaktor bei den Berufstätigen“, bekräftigt Bernd Roese, PwC-Standortleiter in Frankfurt. Für die repräsentative Erhebung wurden im Januar 4.000 Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 65 Jahren befragt. Diese stammten aus zwölf deutschen Metropolen mit mehr als 500.000 Einwohnern.
Wohnung in der Metropole? Pures Glücksspiel!
Das Resultat ist eigentlich eindeutig: Die meisten Leute lieben das Stadtleben. Shopping, Kultur, Bildung, Karrierechancen und kurze Wege zur Arbeit – all das kommt gut an. Ungefähr neun von zehn Teilnehmern (89 Prozent) mögen ihren Wohnort.
Aber dann die kalte Dusche: Zwei Drittel sind gleichzeitig unglücklich über die Mietpreise, die Ausgaben für eine eigene Immobilie und das geringe Angebot an Wohnungen. Für 87 Prozent ist die Suche nach einer erschwinglichen Bleibe in Metropolen ein reines Lotteriespiel.
Miet-Wahnsinn: Junge Menschen hauen ab
Diese Unzufriedenheit bleibt nicht ohne Folgen. Laut der Erhebung dachten 37 Prozent schon mal über einen neuen Arbeitsplatz nach, einzig aufgrund der teuren Mieten. Zehn Prozent haben diesen Schritt deswegen wirklich gemacht. Und jetzt der Knaller, der einen schlucken lässt: Unter den 18- bis 34-Jährigen trifft das sogar auf beinahe jeden Fünften zu! Für acht von zehn Teilnehmern ist es ein gravierendes Hindernis für Firmen, qualifizierte Leute anzulocken und zu binden.
Suchen Arbeitnehmer eine neue Stelle, die einen Wohnortwechsel bedeutet, ist für die Hälfte (50 Prozent) die Miethöhe ausschlaggebend. Das ist sogar wichtiger als die Distanz zum Arbeitsplatz (42 Prozent). An erster Stelle der Kriterien steht jedoch die Sicherheit des Jobs (54 Prozent). Laut Roese ist das ein deutliches Indiz für die Ängste angesichts der angespannten ökonomischen Situation.
Politik und Bosse in der Pflicht: Das wird gefordert
Beim Kampf gegen den Miet-Irrsinn nehmen die Befragten sowohl die Politik als auch die Unternehmen in die Pflicht. 88 Prozent verlangen einen staatlichen Wohnungsbau, der vor allem für Leute mit kleinem und mittlerem Geldbeutel da ist. Und 85 Prozent sagen: Baut doch leerstehende Büros zu Wohnungen um!
Auch die Chefs kriegen was zu hören: 83 Prozent fänden einen Mietzuschuss von der Firma eine Top-Sache. Ungefähr 80 Prozent fordern, dass die Firma die Fahrtkosten zur Arbeit bezahlt oder gleich Werkswohnungen zur Verfügung stellt. (dpa/red)
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