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Vor laufender KameraSchauspiel-Legende verspottet Trumps Berater

US-Schauspieler Bill Murray (Mitte) war zu Gast bei CNBC. Und nahm Trumps obersten Wirtschaftsberater Kevin Hassett auf die Schippe.

Copyright: CNBC (Screenshot)

US-Schauspieler Bill Murray (Mitte) war zu Gast bei CNBC. Und nahm Trumps obersten Wirtschaftsberater Kevin Hassett auf die Schippe.

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Hollywood-Star Bill Murray hat live im US-Fernsehen Trumps obersten Wirtschaftsberater Kevin Hassett veralbert.

Kurioser Moment am Montagmorgen (2. November) im Studio des US-Wirtschaftssenders CNBC: Auf dem Bildschirm ist Trumps Berater Kevin Hassett zu sehen. Er ist live aus dem Weißen Haus zugeschaltet, spricht über die US-Wirtschaft und trägt ein Dauergrinsen im Gesicht. Im Studio ist auch Bill Murray zu Gast. Und der Hollywood-Star lässt es sich nicht nehmen, den grinsenden Hassett auf die Schippe zu nehmen.

Murray war am Montag (2. November 2026) in der Morgensendung „Squawk Box“ zu sehen, einen Tag vor den US-Zwischenwahlen am Dienstag. Hassett ist Direktor des Nationalen Wirtschaftsrats (NEC) und damit der oberste Wirtschaftsberater von US-Präsident Donald Trump. Eigentlich sollte er über die Lage der US-Wirtschaft sprechen. Doch Murray hatte andere Pläne.

„Ich bin ein wenig besorgt“

„Warum lächelt dieser Mann immer?“, fragte Murray den Trump-Berater schnippisch. Hassett blieb charmant: „Oh, weil ich die ganze Zeit an dich denke, Bill.“ Dann schob er nach: „Ich liebe ,Groundhog Day‘.“ Gemeint ist Murrays berühmte Komödie aus dem Jahr 1993, in Deutschland bekannt als „Und täglich grüßt das Murmeltier“.

Murray blieb spöttisch: „Er lächelt immer. Ich bin ein wenig besorgt. Nicht beunruhigt. Aber besorgt“, witzelte er in Richtung der Moderatoren – und gleichzeitig zu Hassett.

Dann legte Murray nach und sprach direkt Hassett an: „Ich würde es bereuen, wenn ich diese Gelegenheit nicht nutzen würde: Könnten Sie einfach die Worte sagen: ,Mein Hund ist gerade gestorben‘? Ich will sehen, was mit Ihrem Lächeln passiert“, frotzelte er.

„Wir wollten schon jemanden losschicken, der Ihnen Blut abnimmt“

Hassett fragte nach: „Na ja, ist es Ihr Hund oder mein Hund?“ Murray: „Ihr Hund.“ Darauf Hassett: „Okay. Mein Hund ist gerade gestorben.“ Dabei verzog er das Gesicht zu einer gequälten Grimasse. „Sie haben es geschafft“, feixte CNBC-Moderator Joe Kernen. Murray antwortete mit seinem typisch trockenen Humor: „Alles gut. Wir wollten schon jemanden losschicken, der Ihnen Blut abnimmt. Den pfeifen wir jetzt zurück.“

Danach sollte Hassett noch seinen Lieblingsfilm von Murray nennen. „Es gibt so viele großartige Bill-Filme, aber ich denke ,Und täglich grüßt das Murmeltier' ist einer der fünf besten Filme, die je gemacht wurden. Es ist einfach ein fantastischer Film“, sagte er.

Murray antwortete: „Die politischen Top-Leute sind sich einig, sie kennen diesen Film.“ Dann erzählte er, dass er die inzwischen verstorbene frühere US-Justizministerin Janet Reno einmal am Flughafen getroffen habe. Reno habe ihm verraten, dass ihre Mitarbeiter den Film am ersten Arbeitstag schauen mussten. So sollten sie wissen, was sie im Arbeitsalltag erwartet.

Hassett zog den Vergleich zur anstehenden Zwischenwahl: „Das gilt auch für eine Wahl, oder? Es scheint, als ob bei jeder Wahl alle so wütend aufeinander sind. Jeder denkt, diese Seite wird gewinnen, jene Seite wird gewinnen – und dann kommt der Wahltag und es fühlt sich an, als könnte es so oder so ausgehen.“

Zwischen den Witzen ging es natürlich auch um Zahlen. Hassett sagte: „Ich denke, dass die Wirtschaft gerade auf allen Zylindern läuft.“ Er meint, die US-Wirtschaft brummt. Als Beleg nannte er ein Wirtschaftswachstum von 3,4 Prozent im dritten Quartal.

In den vergangenen Wochen hat er negative Wirtschaftsumfragen immer wieder zurückgewiesen. Dabei ist die Inflation in den USA weiterhin sehr hoch: Der Preisindex für private Konsumausgaben stieg laut dem Sender Fox Business im September auf 3,6 Prozent, nach 3,4 Prozent im August. Heißt: Das Leben in den USA wird spürbar teurer. Die anhaltende Inflation zwang die US-Notenbank dazu, die Zinssätze erstmals seit Sommer 2023 anzuheben.

Moderator Kernen sprach auch die schlechten Werte für Trump an: Umfragen sehen für die Republikaner am Dienstag schlecht aus. Auch hier blieb Hassett optimistisch: „Ich denke, wahrscheinlich wird die Geschichte sein, dass die Umfragen falsch liegen.“ Dass sich die Umfragen alle in dieselbe Richtung bewegen, nannte er „verdächtig“. Ob Hassett auch die Wahlnacht mit einem Lächeln übersteht? Das entscheiden jetzt die US‑Wähler. (mg)