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„Krank, diese Frage zu stellen“Trump sagt Auftritte ab – und bepöbelt Reporter

US-Präsident Donald Trump fotografiert durch einen Teleprompter bei einem Wahlkampfauftritt. (Archivbild)

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US-Präsident Donald Trump fotografiert durch einen Teleprompter bei einem Wahlkampfauftritt. (Archivbild)

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Die Umfragen vor den Zwischenwahlen fallen schlecht für Trump und seine Partei aus. Liegen bei den Republikanern die Nerven blank?

US-Präsident Donald Trump hat im Wahlkampfendspurt vor den Zwischenwahlen in den USA am 3. November kurzfristig zwei Auftritte abgesagt. Anstelle der Veranstaltungen in Kansas und Iowa werde der Präsident eine „große Anzahl“ virtueller „Telerallyes“ in zahlreichen Bundesstaaten abhalten, teilte die Republikanische Partei zunächst mit. Trumps letzte Wahlkampfveranstaltung soll nun am Freitag in Florida stattfinden.

Da die Republikaner in Kansas und Iowa „in einer starken Position“ seien, würden die zuvor geplanten Auftritte in diesen Bundesstaaten „nicht mehr wie vorgesehen stattfinden“, erklärte das Organisationsgremium der Partei, das Republican National Committee (RNC).

Donald Trump attackiert Reporter: „Du siehst furchtbar aus“

Der US-Präsident selbst äußerte sich unterdessen zu Nachfragen zu der überraschenden Absage seiner Auftritte mit harschen Worten. Als ein Reporter Trump am Donnerstag (30. Oktober) fragte, ob er auf die Auftritte verzichte, weil er das Reisen satt habe, ging der US-Präsident den Journalisten mit scharfen Worten an.

US-Präsident Donald Trump spricht auf der Joint Base Andrews mit Journalisten. (Archivbild)

Copyright: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump spricht auf der Joint Base Andrews mit Journalisten. (Archivbild)

„Du bist krank, diese Frage zu stellen. Du bist krank“, polterte Trump zunächst in Richtung des Reporters. „Ich fühle mich großartig. Du bist widerlich. Bring dich mal in Form, du siehst furchtbar aus“, fügte der 80-Jährige schließlich hinzu.

Republikaner vor Zwischenwahlen unter Druck

Kurz vor den Kongresswahlen am 3. November sind die Republikaner im Umfragetief. Sie könnten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus und womöglich auch im Senat einbüßen. Meinungsforscher rechnen mit einem deutlichen Sieg der oppositionellen Demokraten. Trump selbst steht nicht auf dem Stimmzettel. Dennoch nimmt er an zahlreichen Wahlkampfveranstaltungen teil, um das Ruder herumzureißen.

Dass die Republikaner vor den Midterms unter Druck stehen, wird zuletzt indes immer wieder sichtbar. So lieferte sich Trump in dieser Woche auch ein hitziges Fernduell mit dem früheren US‑Präsidenten Barack Obama, der sich bei Wahlkampfveranstaltungen der Demokraten mit scharfen Worten zu Trump und der US-Regierung geäußert hatte.

Weißes Haus legt im Netz gegen Reporter nach

Auch Scharmützel mit Reportern hatte es jüngst bereits gegeben. So beleidigte Trump etwa einen britischen Korrespondenten bei einem Pressetermin im Weißen Haus mit harschen Worten. Später legt das Presseteam des US-Präsidenten dann in den sozialen Netzwerken noch einmal nach und beleidigt den Reporter in einem Beitrag auf der Plattform X ableistisch als „mongoloiden Idioten“.

Diesem Muster blieb die US-Regierung nun erneut treu. Der US-Präsident habe den „Fake News“-Reporter „absolut zerstört“, schrieb ein vom Weißen Haus betriebener X-Account in triumphalem Tonfall und veröffentlichte dazu drei Tränen lachende Emojis und ein Video von Trumps Attacke auf Reuters-Korrespondenten. (red)