Putin mit drastischer Warnung im TV „Werden auch die treffen, die wir bisher nicht angegriffen haben“

Der russische Präsident Wladimir Putin gibt am 5. Juni ein Interview mit dem Staatssender „Rossija 1“.

Der russische Präsident Wladimir Putin gibt am 5. Juni ein Interview mit dem Staatssender „Rossija 1“.

Schwere Artillerie, Luftabwehr, Drohnen, zuletzt Raketenwerfer mit hoher Reichweite: Die Nato-Verbündeten kratzen alles zusammen, was der Ukraine in ihrem Kampf gegen Russland helfen kann. Nun meldet sich Putin – mit einer weiteren drastischen Warnung.

Die Ukraine soll mehr schwere Waffen vom Westen bekommen, das hatten der US-amerikanische Präsident Joe Biden und Bundeskanzler Olaf Scholz angekündigt. Hochmoderne Raketensysteme, Mehrfachraketenwerfer, das Luftwehrabwehrsystem Iris-T: Sie sollen verhindern, dass Putin vor allem im derzeit so schwer umkämpften Donbass seine Kriegsziele erreicht. Sie sollen vor allem mit ihrer Reichweite entscheidende Vorteile bieten. 

Kyjiw soll mehr Raketen bekommen – das ruft am Sonntag (5. Juni) den russischen Präsidenten Wladimir Putin auf den Plan, der in einem Interview mit dem russischen Staatssender „Rossija 1“ vor dem Plan des Westens warnt – mit drastischen Worten.

Das Spiel mit der Angst des Westens – auch das gehört zur Politik des Kremls. Je mehr Waffen und Unterstützung die Ukraine bekommt, desto schärfer wird der Ton aus Russland: Außenminister Sergej Lawrow warnte bereits vor einem dritten Weltkrieg, warf der Nato vor, einen Stellvertreterkrieg gegen Russland zu führen. 

Nach der Ankündigung von Scholz und Biden, mehr schwere Artillerie in die Ukraine schicken zu wollen, warnte Lawrow davor, dass ein „Drittland“ in den Krieg verwickelt werden könnte. Die Lieferung der fortschrittlichen Raketenwerfer erhöhe das Risiko, dass der Krieg ausgeweitet werde. 

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Ukraine-Krieg: Putin spricht im Staats-TV weitere Drohung aus

Ähnliche Töne schlägt nun auch der russische Präsident in einem Interview mit „Rossija 1“ an. Sollten derlei Langstreckenraketensysteme nach Kyjiw geliefert werden, dann werde Russland seine Schlussfolgerungen daraus ziehen, zitiert die russische Nachrichtenagentur TASS Putin. 

In der Sendung „Vesti Nedeli“ („Nachrichten der Woche“) sagte Putin im Interview mit dem Reporter Pawel Zarubin, dass an den Raketen aus dem Westen „nichts Neues seien“. Die Lieferungen aus den USA und anderen Ländern ziele vor allen Dingen darauf ab, die Verluste auszugleichen und von russischen Truppen zerstörtes Gerät wieder aufzustocken. 

Putin: „Dann werden wir Ziele treffen, die wir bisher nicht angegriffen haben“

Sollten diese Langstreckenraketen nun geliefert werden, dann werde Russland daraus seine Schlussfolgerungen ziehen. „Dann werden wir unsere Waffen einsetzen, die wir in ausreichender Menge haben, um auch jene Einrichtungen zu treffen, die wir bislang nicht angegriffen haben“, so Putin.

Die USA hatten angekündigt, sogenannte HIMARS-Raketenwerfer zu liefern, die eine Reichweite von rund 80 Kilometer haben – und damit etwas mehr, als vergleichbare russische System. Kyjiw sicherte zu, keine Ziele auf russischem Territorium anzugreifen. Die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, erklärte, dass diese Zusicherungen „wertlos“ seien und man ihnen nicht trauen könne.

Derweil haben russische Truppen erneut die Hauptstadt Kyjiw beschossen, erstmals seit über vier Wochen. Moskau meldete, frisch aus dem Ausland gelieferte Panzer zerstört zu haben, „hochpräzise Langstreckenraketen“ hätten T-72 getroffen – sowjetische Kampfpanzer, die aus Osteuropa kamen. Die ukrainische Seite hingegen spricht von zerstörter Eisenbahn-Infrastruktur. Ein Mensch sei beim Angriff verletzt worden. 

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