Lawrow warnt nach Scholz-Ankündigung „Drittland“ könnte in Ukraine-Krieg verwickelt werden

Der russische Außenminister Sergej Lawrow spricht am Mittwoch (1. Juni) auf einer Pressekonferenz in Riad nach einem Außenminister-Treffen in Saudi-Arabien. Lawrow warnt davor, ein „Drittstaat“ könnte in den Ukraine-Krieg verwickelt werden.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow spricht am Mittwoch (1. Juni) auf einer Pressekonferenz in Riad nach einem Außenminister-Treffen in Saudi-Arabien. Lawrow warnt davor, ein „Drittstaat“ könnte in den Ukraine-Krieg verwickelt werden.

Der Westen will der Ukraine Raketenwerfer liefern, auch Kanzler Olaf Scholz kündigte am Mittwoch an, Mehrfachraketenwerfer und ein modernes Flugabwehrsystem liefern zu wollen. Kurz darauf sprach Außenminister Sergej Lawrow auf einer Pressekonferenz in Saudi-Arabien eine Warnung aus.

Das könnte ein „Gamechanger“ im Ukraine-Krieg werden: Die USA wollen Kyjiw Mehrfachraketenwerfer vom Typ M142 HIMARS schicken. HIMARS steht für „High Mobility Artillery Rocket System“. Weil diese Waffe eine vergleichsweise hohe Reichweite besitzt (70 Kilometer) und sehr mobil ist, da sie auf Fahrzeugen montiert werden kann, könnte sie dafür sorgen, dass sich das Blatt im derzeit so hart umkämpften Donbass wendet.

Lange hatte US-Präsident Biden gezögert, derlei Waffen mit hoher Reichweite zu liefern. Jetzt sollen sie kommen. 

Auch Kanzler Olaf Scholz erklärte in einer kämpferischen Rede am Mittwoch, Mehrfachraketenwerfer liefern zu wollen – und ein modernes Flugabwehrsystem im Kampf gegen russische Angreifer. Nur Stunden später meldete sich Moskau zu den neuen Plänen des Westens – und sprach eine Warnung aus. 

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Wie „Reuters“ berichtet, habe Außenminister Sergej Lawrow bei seinem Besuch in Saudi-Arabien auf einer Pressekonferenz gesagt, die Lieferung dieser fortschrittlichen Raketenwerfer erhöhe das Risiko, dass ein „Drittland“ in den Konflikt hineingezogen werden. 

Lawrow beantwortete auf der Pressekonferenz in Saudi-Arabien eine Frage zu den Plänen der USA, die Ukraine mit den Waffen auszustatten. 

Ukraine-Krieg: USA schickt fortschrittliche Raketensysteme

In einem Gastbeitrag für die „New York Times“, der am Dienstagabend (Ortszeit) erschienen ist, hatte US-Präsident Joe Biden erklärt, was die USA im Krieg in der Ukraine tun werden – und was nicht. Biden erklärt darin, die USA habe schnell gehandelt, um der Ukraine eine beträchtliche Menge an Waffen und Munition zu schicken, „damit sie auf dem Schlachtfeld kämpfen und am Verhandlungstisch in der bestmöglichen Position sein kann.“ 

Biden habe daher beschlossen, die Ukrainer mit ebenjenen fortschrittlicheren Raketensystemen und Munition auszustatten, die es ihnen ermöglichen werde, Ziele auf dem Schlachtfeld präziser zu treffen. Das Land werde mit Javelin-Panzerabwehrraketen, Stinger-Flugabwehrraketen, leistungsstarken Artillerie- und Präzisionsraketensystemen, Radargeräten, unbemannten Luftfahrzeugen, Mi-17-Hubschraubern und Munition beliefert. 

Auch Bundeskanzler Scholz sagte den ukrainischen Streitkräften weitere Waffen zu, etwa ein modernes Ortungsradar, das Artilleriestellungen ausfindig machen soll. (mg)

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