Ukraine-Krieg Geheimdienst berichtet: Russland bildet neuen Großverband von Bodentruppen

Ein russischer Militärkonvoi ist am 1. Mai auf der Straße zum Kernkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine zu sehen. Russland hat nach britischen Angaben mit hoher Wahrscheinlichkeit einen neuen Großverband von Bodentruppen für den Krieg gebildet.

Ein russischer Militärkonvoi ist am 1. Mai auf der Straße zum Kernkraftwerk Saporischschja im Südosten der Ukraine zu sehen. Russland hat nach britischen Angaben mit hoher Wahrscheinlichkeit einen neuen Großverband von Bodentruppen für den Krieg gebildet.

Russland hat nach britischen Angaben mit hoher Wahrscheinlichkeit einen neuen Großverband von Bodentruppen für den Krieg gebildet. Das 3. Armeekorps sei in der Nähe der Stadt Mulino, östlich der Hauptstadt Moskau, stationiert, berichtet das britische Verteidigungsministerium unter Berufung auf seine Geheimdienste.

Nach Angaben des britischen Geheimdienstes hat Russland neue Bodentruppen in die Ukraine geschickt, um die Armee zu unterstützen. Es handele sich demnach um das 3. Armeekorps (AC) mit Sitz in der russischen Oblast Nischni Nowgorod.

„Russland plant wahrscheinlich, einen großen Teil des 3. Armeekorps aus neu gebildeten ‚Freiwilligenbataillonen‘ zu rekrutieren, die im ganzen Land aufgestellt werden und die Rekruten aus denselben Gebieten zusammenführen“, heißt es in dem Bericht weiter.

Ukraine-Krieg: Russland stationiert 3. Armeekorps östlich von Moskau

Dieselben Informationen über die Vorbereitung des 3. Armeekorps durch Russland finden sich auch in den Berichten des Institute for the Study of War (ISW), eine in den Vereinigten Staaten ansässige Denkfabrik, die sich mit Forschungen und Analysen zu Fragen der Verteidigung und Außenpolitik beschäftigt.

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Am 5. August wurde hier erwähnt, dass der russische Militärblogger und Militärkorrespondent Sasha Kots die Rekrutierung des Freiwilligenbataillons „Samara“ ankündigte und darauf hinwies, dass sich das Bataillon dem dritten Armeekorps der russischen Streitkräfte anschließen wird.

Das Bataillon rekrutiert Männer im Alter zwischen 18 und 50 Jahren, die mindestens die Mittel- oder Oberschule abgeschlossen haben und keine militärische Vorerfahrung mitbringen müssen. 

Dies und die Tatsache, dass russische Regionen weiterhin regional basierte Freiwilligenbataillone aufstellten, bestätigte frühere Berichte des ISW, die auf der Annahme ukrainischer Beamtinnen und Beamter über solche Entwicklungen beruhten.

Ukraine-Krieg: „Enthusiasmus der Bevölkerung in Russland sehr begrenzt“

Der britische Geheimdienst schließt jedoch nicht aus, dass es für Russland schwierig sein wird, für dieses neue Korps genügend Soldatinnen und Soldaten zu finden, „da der Enthusiasmus der Bevölkerung für einen freiwilligen Kampfeinsatz in der Ukraine sehr begrenzt ist“.

„Novaya Gazeta Europe“ hat mehrfach verschiedene Recherchen und Artikel über die Suche nach solchen Freiwilligen veröffentlicht. In ihrem jüngsten Material wird erwähnt, dass sie in Russland 48 registrierte regionale Bataillone und 11 andere Formationen gezählt haben, die offen Freiwillige rekrutieren und untereinander um „Arbeitskräfte“ konkurrieren.

In der Regel funktioniert dies auf sozialen Netzwerke wie Telegram und in vom Staat kontrollierten Vkontakte. Zum Beispiel wurden hier mindestens 568 freiwillige Annoncen gezählt, die zwischen dem Beginn des Krieges und dem 14. Juli auf Vkontakte veröffentlicht wurden. Insgesamt wurden diese Annoncen 13,7 Millionen Mal aufgerufen.

Davon entfallen allein 13,5 Millionen Aufrufe auf die private Militärkampagne „Wagner“ (finanziert von dem Wladimir Putin nahestehenden Geschäftsmann Jewgeni Prigoschin). 

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