Unter dem Ukraine-Krieg leidet vor allem die Bevölkerung zunehmend. Alle Friedensverhandlungen sind jedoch bisher im Sande verlaufen. Nun mischt sich erstmals China ein.
Ukraine-KriegErstmals mischt sich China ein und verweist auf Abkommen

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Chinas Außenminister Wang Yi spricht am Rande des chinesischen Volkskongresses am 5. März 2022 in Peking. Er möchte im Ukraine-Krieg vermitteln.
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Ein Frieden im Ukraine-Krieg ist nicht absehbar. Oder etwa doch? China hat sich in dem Konflikt als Vermittler zwischen Moskau und Kiew angeboten.
Peking sei bereit, mit der internationalen Gemeinschaft zusammenzuarbeiten, um „die notwendige Vermittlung“ zu gewährleisten, sagte der chinesische Außenminister Wang Yi am Montag (7. März 2022) vor Journalisten anlässlich des Nationalen Volkskongresses in Peking. Er kündigte zudem humanitäre Hilfe für die Ukraine an.
Wang betonte zugleich, die Freundschaft seines Landes zu Russland sei „felsenfest“. „Die Aussichten für die künftige Zusammenarbeit beider Seiten sind sehr groß“, fügte Wang hinzu. Die chinesisch-russischen Beziehungen seien „die wichtigsten bilateralen Beziehungen der Welt“, die „förderlich sind für Weltfrieden, Stabilität und Entwicklung“.
Russland und China lehnen „ideologische Konfrontationen“ ab
Wang verwies auf ein im vergangenen Monat von China und Russland verabschiedetes Partnerschaftsabkommen, in dem beide „der Welt klar und unmissverständlich gezeigt“ hätten, dass sie „gemeinsam eine Wiederbelebung der Mentalität des Kalten Krieges und ein Schüren ideologischer Konfrontationen ablehnen“.
Ihr informelles Bündnis „duldet keine Einmischung durch Dritte“, sagte Wang in einer an Washington gerichteten Warnung. Die USA und ihre westlichen Verbündeten hatten China in den vergangenen Tagen zu einer aktiveren Vermittlerrolle im Ukraine-Konflikt gedrängt.
Einst bittere Rivalen während des Kalten Krieges, pflegen China und Russland seit dem Amtsantritt von Präsident Xi Jinping vor fast zehn Jahren einen engeren Kontakt denn je. Hintergrund ist der gemeinsame Gegner USA.
China bringt in der Ukraine lebende Landsleute in Sicherheit
Peking vollzieht im Umgang mit dem Ukraine-Krieg bislang eine Gratwanderung: Zum einen steht es an der Seite Russlands und hat den Krieg nicht verurteilt. Zum anderen betont China auch die Unantastbarkeit der staatlichen Souveränität und hat Moskau keine direkte Unterstützung zugesagt.
Unterdessen teilte die chinesische Botschaft in der Ukraine mit, die meisten der rund 6000 in dem Land lebenden Chinesen in Sicherheit gebracht zu haben. Eine erste von der Regierung gecharterte Maschine war am Samstag aus Rumänien kommend in China gelandet.
Australiens Premierminister Scott Morrison forderte China auf, Einfluss auf seinen russischen Verbündeten zu nehmen. Die Krise, die Europa im Griff habe, sei „ein Moment der Entscheidung für China“, sagte Morrison am Montag dem Lowy Institute für Außenpolitik in Sydney. „Kein Land hätte derzeit einen größeren Einfluss auf Russlands gewaltsame Aggression gegen die Ukraine als China“, sagte Morrison. (afp)


