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Peinliche Pleite drohtTrump plant letztes Spektakel – Dutzende Republikaner laufen weg

US-Präsident Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Myrtle Beach Convention Center in Myrtle Beach.

Copyright: Jacquelyn Martin/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung im Myrtle Beach Convention Center in Myrtle Beach.

Donald Trump plant ein gigantisches Spektakel, die „Trumpapalooza“. Aber viele Republikaner sagen ab. Die große Inszenierung könnte für ihn zur peinlichen Pleite werden.

Donald Trump will es noch einmal allen zeigen. In Dallas soll ein gewaltiges Event stattfinden, eine sogenannte „Trumpapalooza“, um seine Basis vor den entscheidenden Zwischenwahlen zu mobilisieren. Es steht viel auf dem Spiel: Die Mehrheiten in Repräsentantenhaus und Senat sollen verteidigt werden. Dafür soll auch sein massiver Wahlkampffonds in Höhe von 400 Millionen US-Dollar genutzt werden.

Die Realität sieht aber anders aus. Während Trump die große Bühne sucht, meiden Dutzende seiner Parteikollegen die Veranstaltung, wie der britische „Telegraph“ berichtet. Der Grund: Sie haben Angst, dass die katastrophalen Umfragewerte des Präsidenten – die auf nur noch 33 Prozent gefallen sind – ihre eigene Wiederwahl gefährden und negativ auf sie zurückfallen.

Die Furcht vor dem „Albatros“ Trump

Die Liste derjenigen, die fernbleiben, ist lang und enthält prominente Namen. Susan Collins, die in Maine um eine sechste Amtszeit als Senatorin ringt, wird die Reise nach Dallas nicht antreten. Auch Max Miller, dessen Sitz in Ohio auf der Kippe steht, und Tom Barrett, der sich einem schwierigen Wiederwahlkampf um seinen Sitz in Michigan gegenübersieht, wollen zu Hause bleiben, um sich auf den Wettbewerb zu konzentrieren.

In Dallas soll ein gewaltiges Event stattfinden, eine sogenannte „Trumpapalooza“, um seine Basis vor den entscheidenden Zwischenwahlen zu mobilisieren.

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In Dallas soll ein gewaltiges Event stattfinden, eine sogenannte „Trumpapalooza“, um seine Basis vor den entscheidenden Zwischenwahlen zu mobilisieren.

Zach Nunn aus Iowa sagt, er werde „hart in seinem Wahlkreis arbeiten“. Zahlen von NBC News untermauern das Bild: Lediglich 29 Mitglieder des Repräsentantenhauses haben ihre Teilnahme bestätigt, 33 haben hingegen bereits abgesagt.

Ein Parteistratege sagte „The Hill“, Trump sei ein „Albatros für Republikaner in knappen Rennen“. Er erinnere die Menschen an gebrochene Versprechen, etwa bei der Bekämpfung der Inflation oder dem Rückzug aus Kriegen im Ausland.

Eine letzte große Show vor dem Machtverlust?

Für Trump persönlich scheint das Event eine letzte große Inszenierung zu sein, bevor seine Macht im letzten Viertel der Amtszeit unweigerlich schwindet. Für diese „Rally-plus“, wie er sie selbst bezeichnet, wurden 45 Millionen US-Dollar locker gemacht, und es wird mit etwa 20.000 Besuchern gerechnet. Für die Veranstaltung werden Teile der Innenstadt von Dallas abgeriegelt, was zahlreiche Straßensperrungen und massive Sicherheitsvorkehrungen bedeutet.

Wie sehr Trump im Zentrum stehen will, verdeutlicht der Programmablauf. Er hat sich an beiden Tagen die beste Sendezeit gesichert und dafür am Mittwoch sogar US-Vizepräsident JD Vance vom Top-Sendeplatz verdrängt. Kenner der Szene gehen davon aus, dass Trump den Sieg ausrufen wird, selbst wenn eine herbe Niederlage bevorsteht – ähnlich wie er es in der Vergangenheit tat, als er fälschlicherweise behauptete, die Wirtschaft würde florieren und der Iran sei bezwungen.

Für die Republikaner ist die Lage eine heikle Zwickmühle. Sie benötigen Trumps Basis, die sonst oft nicht zur Wahl geht, dürfen aber gleichzeitig keine unabhängigen Wähler vergraulen. Am Ende bleibt ihnen vermutlich nichts anderes übrig, als ein letztes Mal auf Trump zu setzen. (red)

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