Ein Pinguin-Bild der US-Regierung sorgt für Spott.
Auch direkt erkannt?Trump-Regierung blamiert sich mit peinlichem Foto-Fehler

Copyright: The White House/Screenshot/X
Ein vom Weißen Haus veröffentlichtes Meme zu Grönland zeigt Trump mit einem Pinguin.
Aktualisiert
Peinliche Pinguin-Panne!
Donald Trumps Umgang mit geografischen Angaben ist bekanntermaßen nicht immer präzise. Der 79-Jährige hat schon früher wiederholt Länder durcheinandergebracht – und diese Woche kam ein weiterer Fauxpas zu seiner Sammlung hinzu.
Bei einer Ansprache auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos brachte der US-Präsident mehrfach die von ihm begehrte dänische Insel Grönland mit Island durcheinander. Jetzt leistet sich das Weiße Haus den nächsten geografischen Fehltritt und erntet dafür Hohn und Spott – auch aus Grönland.
Anspruch auf Grönland: Weißes Haus sorgt mit Pinguin-Bild für Wirbel
Obwohl sich die Auseinandersetzung um Grönland diese Woche erst beruhigt hatte, bekräftigte Washington am Freitag seinen Anspruch auf die arktische Insel. Dafür wurde ein mittels KI erstelltes Bild verwendet, welches Donald Trump mit einem Pinguin zeigt, der eine US-Fahne duch eine Eislandschaft trägt. Die grönländische Flagge ist im Hintergrund erkennbar. Dieses KI-generierte Foto verursachte rasch Aufsehen und eine Menge Gelächter.
Den Beobachterinnen und Beobachtern fiel nicht nur auf, dass der Pinguin ebenso große Spuren im Schnee hinterlässt wie der Präsident. Im Mittelpunkt des Spotts steht eine andere Tatsache: Auf Grönland leben gar keine Pinguine, ebenso wenig wie auf der restlichen Nordhalbkugel. Die Tiere sind ausschließlich auf der südlichen Erdhalbkugel beheimatet, beispielsweise in der Antarktis, die weit von Grönland entfernt ist.
Die Reaktionen in den sozialen Medien auf den Post des Weißen Hauses fielen entsprechend spöttisch aus. „In derselben Woche, in der er sich hinsichtlich Grönland blamierte, verwechselte er mehrfach Island und Grönland, und nun verwechseln seine Mitarbeiter die Antarktis mit Grönland (Pinguine leben in der Antarktis, nicht in Grönland)“, kommentierte beispielsweise der frühere kanadische Verteidigungsminister Jason Kenney auf X. Der Kanadier ergänzte: „Die mächtigste Nation der Welt wird wie eine Clownshow geführt.“
Auch der demokratische US-Politiker Raja Krishnamoorthi äußerte sich zum Beitrag der Trump-Regierung, hielt seine Anmerkung jedoch kurz. „Falsche Hemisphäre“, war Krishnamoorthis einziger Kommentar zu dem KI-Foto des Weißen Hauses.
Spott und Häme für Pinguin-Bild der Trump-Regierung
Das KI-Foto blieb auch in Grönland nicht unkommentiert. „Netter Versuch. Wir haben hier in Grönland keine Pinguine“, schrieb Orla Joelson, der laut dem US-Magazin „Newsweek“ ein grönländischer Fotograf ist, auf X zu der Grafik. Später postete er ein KI-generiertes Video, das zeigt, wie ein Eisbär US-Präsident Trump verfolgt. Anders als Pinguine sind Eisbären tatsächlich Teil der Tierwelt der dänischen Arktisinsel.
Aus Kopenhagen kamen ebenfalls rasch erste Reaktionen auf das KI-Foto aus den USA. „Die Botschaft des Weißen Hauses ist eindeutig: Trump gehört genauso wenig nach Grönland wie Pinguine“, schrieb der dänische Abgeordnete und ehemalige Wirtschaftsminister Rasmus Jarlov auf der Plattform X.
Nur wenige Stunden danach bekräftigte die Trump-Regierung mit dem KI-Foto erneut den Anspruch der USA auf Grönland. Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bereitete die Bevölkerung der Arktisinsel am Freitag auf schwierige Zeiten vor und versicherte ihnen die Unterstützung ihrer Regierung.
Während eines Besuchs in Nuuk, der Hauptstadt Grönlands, erklärte Frederiksen dem Sender DR, sie sei vor allem gekommen, „um der grönländischen Bevölkerung unsere starke Unterstützung aus Dänemark zu zeigen. Es war eine sehr, sehr schwierige Zeit.“ Gemeinsam mit Jens-Frederik Nielsen, dem grönländischen Regierungschef, wolle sie den „diplomatischen, politischen Weg“ für diese „ernste Lage“ vorbereiten. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

