Ihr Klang erinnert an einen Rasenmäher, doch sie bringen Zerstörung. Was jetzt zu tun ist.
Tipps von Ukraine nach Iran-TerrorTu das auf keinen Fall, wenn du eine Drohne siehst!

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Iranische Kamikaze-Drohne vom Typ Shahed-136.
Ein Klang, der für Millionen Menschen in der Ukraine zum Alltag des Schreckens gehört, sorgt jetzt auch in der Nahost-Region für Panik und Furcht: das Summen einer Shahed-Drohne, die am Horizont erscheint und in Häuser kracht. Als Reaktion auf den US-israelischen Beschuss vom 28. Februar antwortete der Iran mit einer Welle von Drohnen und Raketen, woraufhin Aufnahmen dieser Attacken sofort die sozialen Netzwerke fluteten.
„Willkommen im Club, Leute“, lautete der Kommentar von Vladislav Vlasiuk, einem Beauftragten des ukrainischen Präsidenten, zu den Videos der Drohnenangriffe in Dubai. Er ergänzte: „Aber im Ernst, das ist sehr besorgniserregend.“ Schon lange mahnt die Ukraine wegen der sich intensivierenden Kooperation zwischen Moskau und Teheran und verlangt härtere Strafmaßnahmen. Der Grund: In den Fluggeräten beider Nationen finden sich nach wie vor zahlreiche Komponenten aus westlicher Produktion. Das berichtet „The Kyiv Independent“.
Was macht diese Drohnen so bedrohlich?
Wer Drohnen mit den kleinen Fluggeräten aus dem Fachgeschäft gleichsetzt, irrt sich gewaltig. Die Shahed-Kampfdrohnen haben enorme Dimensionen.
Der Typ Shahed-131 misst circa 2,6 Meter in der Länge bei einer Spannweite von 2,2 Metern. Noch imposanter ist die Shahed-136, welche bei den aktuellen Attacken in der Nahost-Region sowie auf Zypern verwendet wurde: Ihre Länge beträgt 3,5 Meter, die Spannweite der Flügel 2,5 Meter.
Diese sogenannten „Selbstmord-Drohnen“ steuern programmiert auf ein Ziel zu und detonieren bei der Kollision. Das Standardmodell erreicht eine Distanz von 2000 Kilometern, hat eine Höchstgeschwindigkeit von 185 km/h und ist mit einem 50-Kilogramm-Sprengsatz bestückt.
Ihre markante Deltaflügel-Form und der dröhnende Propellerantrieb, dessen Klang an ein Mofa oder eine Motorsäge gemahnt, machen sie zusätzlich zu einem Instrument der psychologischen Kriegsführung. Im finalen Sinkflug nimmt das Surren erheblich an Lautstärke und Tonhöhe zu – eine Methode, die an die deutschen Stuka-Bomber aus dem Zweiten Weltkrieg gemahnt.
Richtiges Verhalten bei einem Drohnen-Alarm
Solltest du eine Shahed-Drohne erblicken oder wahrnehmen, gilt vor allem eines: Tritt nicht ans Fenster, um Aufnahmen zu machen! Bringe dich stattdessen umgehend in Sicherheit. Den optimalen Schutz gewähren ein richtiger Bunker oder ein Kellergeschoss. Falls du einen solchen Ort zügig erreichen kannst, ohne dich lange draußen aufzuhalten, dann nutze ihn.
Befindest du dich in einem Haus, meide die Nähe zu Fenstern. Suche einen Raum auf, der durch wenigstens zwei Mauern von der Außenfassade getrennt ist – drei Mauern sind sicherer. In einem mehrstöckigen Gebäude ist es ratsam, sich in die unteren Etagen zu begeben. Ein im Zentrum des Gebäudes liegendes Treppenhaus kann auch als Zufluchtsort dienen. Ein Bad ohne Fenster ist optimal, wobei eine Badewanne weiteren Schutz gewähren kann. Sei jedoch vorsichtig bei großen Spiegeln oder gläsernen Duschabtrennungen.
Die Detonation einer Shahed-Drohne wirkt zwar beängstigend, doch ihr 50-Kilo-Sprengsatz ist relativ gering bemessen. Im Gegensatz zu Raketen, die mit hunderten oder gar tausenden Kilo Sprengmasse komplette Bauten vernichten können, richtet eine Shahed-Drohne in der Regel nur Schaden an der Außenwand und dem dahinterliegenden Zimmer an. Zwei bis drei Mauern dürften genügen, um dich vor der Explosionswelle und umherfliegenden Teilen zu bewahren. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

