Die Umfragewerte brechen ein, der Druck auf Friedrich Merz wächst enorm. Jetzt bringt Thorsten Frei Klarheit in die Spekulationen um einen Kanzler-Rückzug.
Thorsten Frei spricht Klartext„Schreckliche“ Umfragewerte: Tritt Merz zurück?

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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) spricht vor Beginn der Klausurtagung der Bundesregierung im Schloss Neuhardenberg am 25. August.
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Seit genau 15 Monaten lenkt Friedrich Merz die Geschicke des Landes, während das politische Gewitter über seinem Kopf immer heftiger wird. Miese Stimmung in den Erhebungen lässt viele Menschen zweifeln, wie lange seine Zeit am Ruder noch dauert. Aus den eigenen Reihen schaltet sich jetzt ein prominenter Weggefährte im TV ein.
Beim Talk von „Markus Lanz“ im ZDF räumte Thorsten Frei ein, dass die Umfragewerte „schrecklich“ seien. Doch er erteilte allen Gerüchten um ein vorzeitiges Aus eine Absage. Nie habe die Aufgabe des Postens innerhalb der Führungszentrale im Raum gestanden, betonte der Unionspolitiker. Das berichtet „n-tv“.
Düstere Zahlen und gigantische Vorhaben
Frei blickte auf die enormen Herausforderungen im In- wie Ausland, die schließlich nicht plötzlich verschwinden, bloß weil Köpfe ausgetauscht werden. Zwar gab der Christdemokrat offen zu, dass die Beliebtheitswerte deprimierend sind. Schließlich sind laut einer Forsa-Befragung für RTL und ntv satte 85 Prozent aller Bürger unglücklich mit der Kanzler-Leistung, wohingegen bloß 13 Prozent Zustimmung zeigen. Dennoch sieht er die eigene Kraft im europaweiten Vergleich nach wie vor hervorragend aufgestellt.
Jetzt schaut ganz Deutschland gebannt darauf, was das schwarz-rote Bündnis für die kommenden Monate anpackt. Als Herzstück gilt der Renten-Umbau, für den ein Beratergremium der Politik das Fundament lieferte. Frei nannte den Entwurf ein wegweisendes Vorhaben und pochte auf den erzielten Ausgleich zwischen Jung und Alt, aus dem kein Rosinenpicken erlaubt sei. Bei einem Treffen im brandenburgischen Neuhardenberg stimmt der Kanzler sein Kabinett aktuell auf den Fahrplan ein.
Doch vor allem das Aus für den Ruhestand ohne Abzüge nach 45 geschafften Beitragsjahren sorgt parteiintern für Gegenwind. Im ARD-Format „Tagesthemen“ gab sich Nina Warken trotzdem optimistisch, das Vorhaben nebst Anpassungen bezüglich Pflegeversicherung sowie Arbeitszeitgesetz im laufenden Jahr anzustoßen. (red)


