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Anschlag auf Stromnetz40.000 Menschen ohne Strom – Ermittler finden Brandbeschleuniger

Großflächiger Stromausfall in Reutlingen

Copyright: Christoph Schmidt/dpa

Die Ermittler gehen allen Hinweisen und Spuren nach.

Stromausfall in Reutlingen: War es ein Terror-Anschlag?

Nach dem verheerenden Feuer in einer Schaltanlage in Reutlingen, das Zehntausende in die Dunkelheit stürzte, gibt es einen furchtbaren Verdacht. Die Fahnder gehen immer stärker von Brandstiftung aus.

Der Grund: Ermittler fanden am Brandort einen möglichen Brandbeschleuniger und stellten ihn sicher. Jetzt werden alle Spuren ausgewertet, wie das Landeskriminalamt (LKA) bekannt gab. Der Fall besitzt eine solche Brisanz, dass der Staatsschutz und sogar das Antiterrorzentrum beim LKA die Ermittlungen übernommen haben.

Ermittler prüfen Terror-Hintergrund

Die Untersuchungen laufen auf Hochtouren und fokussieren sich auf den Verdacht einer absichtlichen Inbrandsetzung sowie der bewussten Störung öffentlicher Einrichtungen. Baden-Württembergs Innenminister Manuel Hagel (CDU) kündigte an, man werde den Fall „ergebnisoffen in alle Richtungen untersuchen“ – was auch einen Brandanschlag oder sogar einen terroristischen Akt einschließt. Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) sprach im ZDF von einem wahrscheinlichen Anschlag durch Brandstiftung.

Bislang fehlt laut LKA aber jede Spur von Tatverdächtigen oder einem Motiv. Die Arbeit der Spurensicherung, bei der auch ein Brandmittelspürhund zum Einsatz kam, ist noch nicht beendet.

Zehntausende stundenlang ohne Strom

Der Albtraum für die Menschen in Reutlingen begann in der Nacht zum Montag. Ein Feuer wütete im Umspannwerk Reutlingen-West, das daraufhin komplett ausfiel und eine weitere Anlage mit sich riss. Die Folge: Rund 40.000 Personen in etwa 7.600 Gebäuden waren plötzlich ohne Elektrizität. Sogar eine Klinik war betroffen. Der Schaden durch das Feuer und den Stromausfall beläuft sich auf Millionen.

Immerhin gab es am Montag erste Hoffnungsschimmer: Am Vormittag floss in Teilen der Innenstadt und im Krankenhaus wieder Strom. Am Nachmittag konnten auch die meisten Privathaushalte in Betzingen und Ohmenhausen aufatmen und wurden wieder ans Netz angeschlossen. Laut Stadtverwaltung sind dort auch Schulen und Kindergärten wieder versorgt.

Erinnerungen an Anschläge in Berlin werden wach

Der Vorfall weckt düstere Assoziationen zu zwei mutmaßlich linksextremistisch motivierten Brandanschlägen auf die Stromversorgung in Berlin. Bei einer Attacke am 9. September 2025 waren rund 50.000 Haushalte und 2.000 Betriebe für etwa 60 Stunden ohne Strom. Bei einer zweiten Tat am 3. Januar dauerte es sogar rund 100 Stunden, bis die Versorgung wieder stand. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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