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Verdi legt Handel lahmBundesweite Warnstreiks geplant – auch Betriebe in NRW betroffen

Handel

Copyright: Elisa Schu/dpa

Verdi bestreikt den Einzelhandel erneut.

Neuer Verdi-Streik! Diese Läden könnten dicht machen.

Nächster Streik-Alarm im Handel! Verdi macht ernst – diese Läden könnten dicht sein. Jetzt knallt's richtig im deutschen Handel! Die Gewerkschaft Verdi ruft wieder zum Arbeitskampf auf. Für Kunden bedeutet das: Diese Woche könnten in vielen Geschäften die Türen zu bleiben. Der Grund ist ein Angebot der Arbeitgeber, das die Gewerkschaft als pure Provokation ansieht.

Die Gewerkschaft Verdi verschärft den Ton im Tarifkonflikt des Handels und mobilisiert erneut für landesweite Warnstreiks. Am Donnerstag und Freitag sollen die Beschäftigten im Einzelhandel sowie im Groß- und Außenhandel ihre Arbeit niederlegen. Geplant sind auch große Demonstrationen, unter anderem am Freitag in Bochum, aber auch in Kiel, Erfurt, Berlin und Saarbrücken.

Der Zorn bei der Gewerkschaft ist gewaltig. Auslöser sind die jüngsten Tarifangebote der Arbeitgeberseite, die von Verdi rundweg abgelehnt wurden. Die Vorschläge seien „schlicht unverschämt“, polterte Vorständin Silke Zimmer. Obwohl die Handelsunternehmen wirtschaftlich blendend dastünden, wolle man die Angestellten mit realen Lohnverlusten abspeisen. „Das ist eine bodenlose Frechheit“, so Zimmer. Mit den neuen Arbeitsniederlegungen soll der Druck erhöht werden, um ein annehmbares Angebot zu erzwingen.

Forderung gegen „unverschämtes“ Angebot

Die Kluft zwischen den Parteien ist riesig. Verdi verlangt eine Lohnerhöhung von sieben Prozent, mindestens aber 225 Euro mehr pro Monat, bei einer Vertragslaufzeit von nur zwölf Monaten. Das Angebot der Arbeitgeber, zum Beispiel für Nordrhein-Westfalen, wirkt dagegen fast schon zynisch: eine Steigerung von zwei Prozent ab November und weitere 1,5 Prozent ab August 2027 – und das bei einer Gesamtdauer von zwei Jahren.

Schon Mitte Mai hatte es eine bundesweite Protestwelle gegeben. Laut Verdi nahmen damals mehr als 5.000 Beschäftigte teil. Über 200 Standorte wurden bestreikt, darunter auch Filialen von bei vielen beliebten Ketten wie Edeka, Kaufland, Douglas, H&M und Ikea. Auch dieses Mal ist mit erheblichen Einschränkungen zu rechnen.

Handelsverband sieht „kaum Spielraum“ für mehr Lohn

Die Tarifgespräche für die beiden Handelssparten laufen bereits seit April. Der Handelsverband Deutschland (HDE) hatte schon früh klargestellt, dass es wegen der schwierigen konjunkturellen Lage „dieses Mal kaum Spielraum“ für Gehaltssteigerungen gebe.

Warnstreiks im Handel

Copyright: Federico Gambarini/dpa

Bereits Mitte Mai beteiligten sich Tausende an den Warnstreiks im Handel, unter anderem in Dortmund.

In Deutschland sind laut Verdi rund 5,2 Millionen Menschen im Handel tätig, davon entfallen 3,4 Millionen auf den Einzelhandel. Die letzte Tarifrunde zog sich über ein ganzes Jahr. Am Ende stand für die Jahre 2023 bis 2025 ein Einkommensplus von insgesamt rund 14 Prozent. Allerdings befindet sich die Tarifbindung in der Branche seit Jahren auf dem Rückzug. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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