Ist der Präsident in Not? Putin mit entscheidender Änderung im russischen Militär

Russische Soldaten marschieren am 9. Mai 2022 während der Militärparade zum „Tag des Sieges“ im Zentrum Moskaus auf dem Roten Platz.

Russische Soldaten marschieren am 9. Mai 2022 während der Militärparade zum „Tag des Sieges“ im Zentrum Moskaus auf dem Roten Platz.

Putin hat einen Weg gefunden, um mehr menschliche Ressourcen für seinen Krieg in der Ukraine zu finden: Zwar vermeidet er die Generalmobilmachung seiner Armee, doch eine entscheidende Grenze wird jetzt abgeschafft.

Russland hat die Altersgrenze für den Militärdienst abgeschafft. Das russische Parlament stimmte am Mittwoch für einen entsprechenden Gesetzesentwurf, wie aus der Website der Duma hervorgeht. Die Autorinnen und Autoren des Gesetzes stellten fest, dass es dem Militär möglich sein soll, die Fähigkeiten der Älteren zu nutzen.

Bislang sah der Vertrag vor, dass sich nur russische Bürger zwischen 18 und 40 Jahren bei der Armee verpflichten können, für Ausländer galt eine Zeitspanne zwischen 18 und 30 Jahren.

Das neue Gesetz sieht vor, dass in Zukunft auch Ältere der Armee beitreten können – jeder, der das gesetzliche Rentenalter noch nicht erreicht hat. Dieses liegt für Männer derzeit bei 61,5 Jahren. Der stellvertretende Verteidigungsminister sprach von einer Grenze von 50 Jahren.

Russland: Putin soll Wehrpflichtige in Ukraine geschickt haben

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Die Autoren des Gesetzesentwurfs erklärten, dass Militärbedienstete erfahrungsgemäß im Alter von 40 bis 45 Jahren zu hochprofessionellen Spezialisten werden würden.

Unmittelbar nach dem Angriff auf die Ukraine wurde Russland beschuldigt, junge Wehrpflichtige auf das Schlachtfeld geschickt zu haben, oft kaum älter als 18 bis 20 Jahre. Das russische Verteidigungsministerium leugnete dies anfangs über Wochen, musste später aber diese Tatsache anerkennen. Auch Putin behauptete, Wehrpflichtige würden sich nicht an der Offensive beteiligen.

Das unabhängige Medium „Meduza“ sprach mit hochrangigen und der Präsidialverwaltung nahestehenden Quellen, die behaupten, der Kreml sei nicht bereit für eine Generalmobilmachung.

Vor allem wegen der Ergebnisse von Umfragen, die zeigten, dass selbst Russinnen und Russen, die den Krieg unterstützen, nicht bereit seien, alleine zu kämpfen oder ihre Verwandten an die Front zu schicken.

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