KI-Firma DeepL entlässt 250 Leute – wegen eigener KI
Kahlschlag bei DeepLKölner KI-Hoffnung entlässt rund 250 Mitarbeitende

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Die deutsche KI-Hoffnung DeepL streicht ein Viertel der Stellen. (Archivbild)
Eine Schocknachricht für die Kölner Tech-Welt: Das KI-Unternehmen DeepL, ein Vorzeige-Startup der deutschen Branche, baut jede vierte Position ab. Davon sind ungefähr 250 Angestellte betroffen. Diese Information teilte der Chef und Firmengründer Jaroslaw Kutylowski über das Netzwerk LinkedIn mit. Die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ hatte als erste darüber berichtet.
Bislang galt DeepL mit seinen erstklassigen Übersetzungstools als das Aushängeschild der deutschen KI-Szene. Die 2017 in Köln gestartete Firma schaffte es, sich im scharfen Konkurrenzkampf gegen US-Riesen wie Microsoft, Google und OpenAI zu behaupten. Phasenweise wurde die Firma mit circa zwei Milliarden Dollar bewertet – macht aber bis heute Verluste.
Kleinere Einheiten für höheres Tempo
Doch was ist der Grund für diesen drastischen Einschnitt? Um mit Künstlicher Intelligenz effektiv zu arbeiten, benötige man kleinere, wirkungsvollere Teams mit einer klareren Ausrichtung, so Kutylowski. „Das bedeutet weniger Hierarchieebenen, schnellere Entscheidungen und deutlich weniger Zeitaufwand für das Hin und Her, das große Teams ausbremst.“
Der CEO ist sich sicher: „Die Unternehmen, die dies als Erste erreichen, werden in einem völlig anderen Tempo agieren – unerreichbar für diejenigen, die nicht mitgezogen sind.“
In der Umsetzung will DeepL seine internen Prozesse von Grund auf verändern. KI soll in alle Unternehmensbereiche integriert werden. „Wir stellen auf kleinere, eigenverantwortliche Teams um, in denen KI die Routineaufgaben übernimmt“, führt Kutylowski aus. Dadurch könnten sich die Angestellten auf das fokussieren, was nur Menschen vermögen.
Der Firmengründer nennt hierzu Beispiele: „...unsere Intuition zu nutzen, neue kreative Ideen zu entwickeln und Projekte von Anfang bis Ende zu begleiten.“ Die bittere Pointe dabei: Ausgerechnet jene Technologie, die DeepL erfolgreich gemacht hat, sorgt nun für den Stellenabbau im eigenen Betrieb. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
