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Ryanair-Chef deutet Preiskrieg an Ist Fliegen bald günstiger als Pizza essen?

Ryanair-Maschinen

Maschinen von Ryanair stehen im März 2020 am Flughafen in Dublin. Der Airline-Chef erwartet wegen Corona heftige Preissenkungen bei Flugtickets.

Berlin/Köln – Kommen die Fünf-Euro-Tickets für Flüge bald wieder zurück? Die Billigfluggesellschaft Ryanair jedenfalls erwartet laut ihrem Marketing- und Digitalchef Dara Brady, dass die Preise wieder dramatisch sinken.

Der Grund dafür sei die Preisschlacht unter den Airlines wegen der Corona-Pandemie. Seine Prognose: Viele Airlines überstehen das nicht, in Europa werde es bald nur noch eine Handvoll großer Anbieter geben.

Die Ticketpreise dürften „unglaublich sinken“, sagte Dara Brady in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der Touristik-Fachzeitschrift „FVW“. „Es wird im nun anstehenden Kampf um die Passagiere wieder Flüge für fünf Euro geben.“

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Corona werde zudem den Konsolidierungsprozess beschleunigen. Weitere Fluggesellschaften würden laut Brady vom Markt verdrängt. „Schwache, kleine Airlines werden diese Krise nicht überstehen können.“ Die Kandidaten mit den besten Aussichten neben Ryanair sind aus seiner Sicht die Konzerne Lufthansa, Air France-KLM und die British-Airways-Mutter IAG.

Easyjet und WizzAir könnten seiner Meinung nach unter Umständen sogar zu Übernahmekandidaten werden.

Ende 2018 erreichten Flugpreise einen Tiefpunkt

Kommen die Super-Billig-Tickets bald zurück? Ende 2018 erreichten die Preise einen absoluten Tiefpunkt: Ryanair bot stellenweise Flugpreise ab 1,94 Euro (!) pro Strecke an – ohne jegliche Zusatzleistung, versteht sich.

Doch Ryanair hat in diesem Jahr wie viele andere Fluggesellschaften stark unter der Corona-Krise gelitten. Im Juni verzeichnete das Unternehmen einen Rückgang der Passagierzahlen um 97 Prozent gemessen am Vorjahreszeitraum. Da viele Staaten ihre Reisebeschränkungen gelockert haben, entspannte sich die Lage im Juli.

Corona: Auch Ryanair steht unter Druck

Viele Ryanair-Maschinen sind wieder am Himmel über Europa unterwegs: Die Fluggesellschaft wirbt im Kampf um Passagiere derzeit massiv mit besonders günstigen Angeboten.

Ryanair steht unter Druck, hatte zuletzt intern mit der Schließung von deutschen Basen ihrer Tochter Malta Air gedroht, falls es keine Zustimmung zu Sparmaßnahmen bei Kabinenmitarbeitern gebe. Verdi lehnte das Angebot für die rund 900 Mitarbeiter als nicht akzeptabel ab.

Eurowings will trotz Corona aus der Verlustzone kommen

Die Lufthansa-Billigtochter Eurowings will trotz des Rückschlags in der Corona-Krise im kommenden Jahr aus der Verlustzone kommen. Lufthansa hat wegen der Corona-Krise beschlossen, den Flugbetrieb der Tochter Germanwings sofort zu schließen und damit früher als ursprünglich geplant. Die Gesellschaft aus Köln flog seit Jahren nicht mehr unter eigenem Namen, sondern war ausschließlich für Eurowings unterwegs.

Tui-Chef: Reisegeschäft für 2021 wird deutlich anziehen

Tui-Chef Fritz Joussen spricht von einer raschen Erholung des Reisegeschäfts. Und das liege ausgerechnet am Buchungsverhalten der Urlauber in der Krise. „Der Spaß an der internationalen Urlaubsreise ist ungebrochen“, sagte der Chef des weltgrößten Reisekonzerns am Montag bei einer Veranstaltung der Touristik-Fachzeitschrift „FVW“.

So könnten Kunden, die heute einen Urlaub für die Herbstferien planten, nicht wissen, „ob es dann nicht doch irgendwo eine Reisewarnung gibt, wo es sie heute nicht gibt“. Angesichts dessen müsse man sich „überhaupt wundern, dass es trotzdem solche erheblichen Buchungen gibt“.

Er erwarte, dass das Reisegeschäft 2021 deutlich anziehe. Und das Jahr 2022 werde „sehr stark“. Joussen zufolge buchen viele Kunden ihre Reisen zwar derzeit „wesentlich kurzfristiger“ als in der Zeit vor der Pandemie.

Andererseits gebe es für 2021 „eine relativ starke Normalisierung“ bei den Buchungszahlen. Derzeit lägen die Buchungen für 2021 etwa doppelt so hoch, wie es sonst zu diesem Zeitpunkt für das Folgejahr zu erwarten sei. (mg/dpa)

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