Prozess: Mann (49) soll Todeslisten im Darknet geführt haben.
Anschläge auf PolitikerProzess gegen Reichsbürger (49) startet in Düsseldorf

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Ein Dortmunder aus der rechten Szene steht vor Gericht, weil er zu Anschlägen auf Politiker aufgerufen haben soll (Symbolbild)
Am Montag startet vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf das Gerichtsverfahren gegen einen 49-Jährigen. Dem Mann, der dem rechtsextremen Milieu in Dortmund zugerechnet wird, wird vorgeworfen, zu Mordanschlägen auf prominente politische Persönlichkeiten aufgerufen zu haben. Die Verhandlung findet im Hochsicherheitstrakt statt.
Für die Behörden ist der 49-Jährige kein unbeschriebenes Blatt. Er wurde schon in der Vergangenheit bei Aufmärschen von Rechtsradikalen gesichtet. Die Sicherheitsbehörden sehen in ihm einen Angehörigen der sogenannten „Reichsbürger“-Szene. Seine Festnahme erfolgte schließlich im letzten November in Dortmund.
Schwere Vorwürfe: Geld für Terror und Anstiftung zu Attentaten
Die Anklageerhebung erfolgte durch die Bundesanwaltschaft – und die Liste der Anschuldigungen ist heftig. Dem Mann werden die Finanzierung von Terrorismus, die Anleitung zu Terrorakten sowie zusätzliche Delikte zur Last gelegt.
Die Anklageschrift führt aus, dass der Beschuldigte anonym im Darknet Aufrufe zu Mordanschlägen gestartet haben soll. Zu diesem Zweck habe er eine eigene Internetseite im verborgenen Teil des Netzes unterhalten. Dort listete er ganz konkret die Namen von deutschen Politikern, Amtsträgern sowie bekannten Persönlichkeiten auf.
Eiskaltes Detail: Private Infos möglicher Ziele im Netz
Was die Sache besonders brisant macht: Laut den Anschuldigungen waren auf der Webseite auch private und sensible Informationen über die möglichen Anschlagsziele zu finden. Quasi eine digitale Todesliste, die die Gefahr für die genannten Personen erschreckend real werden ließ. (dpa/red)
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