Ein riesiger Erfolg für Tierschützer: Nach Protesten sind die Hunde endlich frei!
Endlich in Sicherheit1500 Beagle aus US-Versuchslabor gerettet

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Mann, Frau und Beagle-Welpen.
Diese Szenen gehen unter die Haut. Die ersten befreiten Beagle aus einer Anlage für Zucht und Forschung in Wisconsin scheinen auf der Stelle zu begreifen, dass ihre Leidenszeit ein Ende hat. „Schon nach etwa einer Stunde kamen sie zu uns und wollten Aufmerksamkeit. Einige krochen den Leuten auf den Schoß. Jeder einzelne von ihnen ist superlieb“, erzählt Lauree Simmons, die Gründerin und Chefin der Tierschutzgruppe Big Dog Ranch Rescue. „Ich weiß einfach, dass sie wissen, dass sie in Sicherheit sind.“
Die Tierschützer haben einen Deal ausgehandelt, um sämtliche 1.500 Tiere von Ridglan Farms, einer Firma für Zucht und Forschung in Wisconsin, zu bekommen. Die ersten 300 Hunde sind schon am Freitag geholt worden, der Rest soll binnen der kommenden Woche nachkommen. An einem speziell hergerichteten Ort in Wisconsin erhalten die Tiere jetzt Impfungen, Chips, werden kastriert und für die Weiterreise vorbereitet. Manche befinden sich bereits auf der Reise zum Tierheim der Gruppe in Florida. Das berichtet „the Guardian“.
Eskalation vor dem Labor: Tränengas und Festnahmen
Vorausgegangen waren der Befreiung dramatische Ereignisse. Am 18. April kamen etwa 1.000 Tierschützer aus der gesamten Nation in Blue Mounds vor dem Gelände von Ridglan Farms zusammen, mit dem Ziel, die Beagle zu befreien. Dann spitzte sich die Lage zu: Die Einsatzkräfte nutzten Tränengas, Gummigeschosse sowie Pfefferspray. Nach Angaben des Sheriff-Büros von Dane County gab es 29 Festnahmen, fünf davon sehen sich einer Anklage wegen eines schweren Einbruchs gegenüber.
Die Firma Ridglan Farms sprach von einem „gewalttätigen Mob“ und einem „Angriff auf eine staatlich lizenzierte Forschungseinrichtung“. Die Aktivisten ihrerseits reichten eine Klage auf Bundesebene gegen die Beamten ein, mit dem Vorwurf der überzogenen Gewaltanwendung.
Lizenzentzug ebnete den Weg für die Rettung
Der Auslöser für die gesamte Maßnahme ist ein Rechtsstreit. Die Firma Ridglan Farms stimmte im Oktober zu, ihre staatliche Lizenz für die Zucht bis zum 1. Juli niederzulegen. Durch diese Abmachung vermied die Firma eine Anklage aufgrund von schwerwiegender Tierquälerei. Ein spezieller Ankläger gelangte zu der Erkenntnis, dass in der Einrichtung Augen-Eingriffe vorgenommen wurden, welche die veterinärmedizinischen Vorschriften des Staates verletzten. Die Firma selbst wies die Anschuldigungen der Quälerei immer zurück.
Beagle: Darum sind sie so oft die Opfer
Aber wieso trifft es ausgerechnet Beagle so häufig bei Tierversuchen? Lauree Simmons liefert eine deutliche Erklärung. Wegen ihrer überschaubaren Größe und ihres gutmütigen Charakters seien sie die meistgenutzte Rasse. „Ein Belgischer Malinois würde es nicht mit sich machen lassen, für Tests benutzt und sein ganzes Leben in einem Zwinger eingesperrt zu werden“, erläutert sie den Kontrast zu den sportlichen Schäferhunden. „Beagle sind einfach so zutraulich, fügsam, ruhig und nachsichtig, deshalb sind sie die am häufigsten für Tierversuche ausgewählten Hunde. Und wir nehmen eine der süßesten, freundlichsten und zutraulichsten Rassen und missbrauchen sie? Das ist falsch. Das muss aufhören.“ (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
