PräventivschlagRusslands Präsident Putin denkt über aggressivere Militär-Strategie nach

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich im Zusammenhang mit der Diskussion um den Einsatz von Atomwaffen geäußert.

Russland denkt nach den Worten seines Präsidenten Wladimir Putin darüber nach, die Möglichkeit von Präventivschlägen gegen andere Länder in seine Militärdoktrin aufzunehmen.

Ein solcher Angriff könnte möglich werden, um einen anderen Staat zu entwaffnen, sagte der Kreml-Chef am Freitag (9. Dezember 2022) in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek offenbar mit Blick auf einen möglichen Atomwaffeneinsatz.

Wladimir Putin spricht über mögliche Präventivschläge

Erst am Mittwoch hatte Putin erklärt, Russland werde Atomwaffen nur als Reaktion auf einen Angriff einsetzen. „Wir betrachten Massenvernichtungswaffen, Atomwaffen, als ein Mittel der Verteidigung“, sagte er dabei. Die Strategie Russlands basiere auf einer Politik des „sogenannten Vergeltungsschlags“, versicherte Putin noch am Mittwoch.

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Von einem Journalisten um eine genauere Erklärung zu diesen Äußerungen gefragt, sagte der Kreml-Chef nun am Freitag auf dem Gipfel der Eurasischen Wirtschaftsunion in Bischkek: „Die USA haben das Konzept des Präventivschlags.“

Vielleicht müsse Moskau die US-Ideen „übernehmen, um die eigene Sicherheit zu garantieren“. Zugleich fügte der Kreml-Chef hinzu: „Wir denken im Moment nur darüber nach.“ (afp)