Erst der Hype, dann der Crash: Allbirds-Anleger erleben böses Erwachen
Irre Wende bei Schuh-FirmaAllbirds wird zum KI-Star – Aktie stürzt nach Höhenflug ab

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Die einstige Schuhfirma Allbirds will jetzt stattdessen im Geschäft mit KI-Infrastruktur aktiv sein. (Archivbild)
Die spektakuläre Rallye des früheren Schuh-Anbieters Allbirds hat ein abruptes Ende gefunden. Infolge einer überraschenden Neuausrichtung auf Künstliche Intelligenz (KI) verliert das Wertpapier dramatisch an Wert. Das Papier sackte am Donnerstag um über 35 Prozent ab.
Eine wahre Berg- und Talfahrt für alle Anleger! Vorher war der Wert der Papiere um das Siebenfache nach oben geschnellt. Ein Rausch, der viele jubeln ließ – und jetzt für einen massiven Kater bei den Investoren sorgt.
Einst Kult-Sneaker, jetzt KI-Player?
Einst galt Allbirds als hippe Schuhmarke, die besonders in der Technologieszene beliebt war. Im Anschluss an den Börsenstart im Jahr 2021 erreichte die Firma mit neuseeländischen Wurzeln einen Wert von zeitweise circa vier Milliarden Dollar. Doch die glorreichen Tage sind gezählt: Vor wenigen Wochen war das Unternehmen mit einer Bewertung unter 40 Millionen Dollar praktisch am Ende.
Doch dann die plötzliche Kehrtwende: Das Unternehmen verkündete eine komplette Neuausrichtung. Man wolle als „NewBird AI“ künftig Infrastruktur für KI-Anwendungen bereitstellen. Ein noch anonymer Geldgeber sicherte eine Finanzspritze von bis zu 50 Millionen Dollar zu. Das Ergebnis: Der Aktienkurs schoss von rund 3 Dollar auf in der Spitze etwa 21 Dollar.
Experte spricht von „gesunder Dosis Absurdität“
Laut dpa-Meldung sehen Marktbeobachter den extremen Kursanstieg hauptsächlich in einem Trend begründet: Investoren stürzen sich momentan auf alles, was mit dem Thema KI in Verbindung steht. Die Jagd nach der nächsten großen Chance ist in vollem Gange.
Dieses Muster weckt Erinnerungen an eine Phase vor nicht allzu langer Zeit. Seinerzeit genügte oft die bloße Ankündigung, im Bereich von Krypto-Assets wie Bitcoin aktiv zu werden, um einen Kurssprung zu verursachen. Eine hochriskante Spekulation, die oft schiefging.
Gegenüber dem Finanzdienst Bloomberg äußerte sich Gene Munster von der Firma Deepwater Asset Management. Er meinte, der Ankündigung von Allbirds mangele es an Substanz. Für die Anlegergemeinde seien jedoch oft schon Enthusiasmus und das wahrgenommene Potenzial entscheidend. Munster fügte hinzu, die Pläne hätten eine „gesunde Dosis Absurdität“. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
