Mexiko im Chaos: Lehrer und Familien legen Land lahm.
Wut-Proteste in MexikoLehrer und Angehörige blockieren Flughafen, Grenze und Straßen

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Angehörige von Vermissten machen zum WM-Auftakt auf das Schicksal ihrer Familienmitglieder aufmerksam.
Mexiko steht Kopf, genau zum Anpfiff der Fußball-WM! Überall im Land gehen aufgebrachte Lehrkräfte und verzweifelte Familien auf die Barrikaden. Sie blockieren Straßen und Flughäfen – das totale Chaos.
Ein besonders düsteres Bild zeichnet sich für die Angehörigen von rund 130.000 verschwundenen Menschen. Mit einem Protestzug in der Hauptstadt des Landes verlangten sie Gerechtigkeit und zügigere Untersuchungen. Die schreckliche Befürchtung: Ein Großteil der Verschwundenen fiel der organisierten Kriminalität zum Opfer.
Wütende Lehrer legen das Land lahm
Parallel dazu demonstrieren radikale Teile der Lehrergewerkschaft CNTE. Ihr Ärger entzündet sich an einer kontroversen Pensionsreform. Sie verlangen, dass diese zurückgenommen wird. Mit ihren Aktionen treffen sie die Nation an ihren wunden Punkten.
Im Süden, im Bundesstaat Chiapas, wurde es für Reisende zum Horror: Demonstrierende Lehrkräfte nahmen Bereiche des internationalen Airports bei Tuxtla Gutiérrez ein. Das Resultat: Unzählige Passagiere konnten nicht weiter, wie der TV-Sender Milenio TV meldete.
Blockaden an Mautstellen und Grenzen
Die Lage spitzt sich auch anderswo zu. So brachten CNTE-Angehörige im Bundesstaat Oaxaca Mautstellen sowie ein Verteilzentrum des staatlichen Mineralölunternehmens Pemex unter ihre Gewalt. In Guerrero wurden von ihnen Überlandstraßen gesperrt und es wurde angedroht, auch Geldinstitute in der Hauptstadt Chilpancingo zu blockieren.
Auch an der US-Grenze in Tijuana herrschte Stillstand. Dort verriegelten Protestierende den Zugang zum bedeutenden Grenzübergang Otay. Diese Aktionen zum Start der Weltmeisterschaft offenbaren ein tief gespaltenes Land, in dem unzählige Bürger für ihre Zukunft und für Gerechtigkeit streiten. (dpa/red)
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