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Deutschlands SuperreicheLidl-Milliardär muss Krone abgeben –  Pharma-Clan an Spitze

Lidl Symbolbild mit Frau

Copyright: Marijan Murat/dpa

Trotz Vermögensplus rutscht Lidl-Gründer Dieter Schwarz im Milliardärs-Ranking 2026 auf Rang zwei. (Symbolbild)

Trotz Milliarden-Zuwachs ist Lidl-Gründer Schwarz nur noch Vize. Eine Pharma-Familie ist jetzt die neue Nummer eins.

An der Spitze der vermögendsten Menschen Deutschlands hat sich für 2026 eine gewaltige Verschiebung ereignet. Der Initiator des Handelskonzerns Schwarz-Gruppe aus Neckarsulm, Dieter Schwarz, belegt nur noch den zweiten Rang. Dies geht aus der neuesten Aufstellung des „Manager Magazin“ hervor.

Das ist besonders erstaunlich, weil sein Konto ein kräftiges Plus verzeichnete. Sein taxiertes Eigentum wuchs gegenüber dem Vorjahr um circa sieben Milliarden Euro und erreicht nun eine Summe von ungefähr 53,7 Milliarden Euro.

Trotz Milliarden-Zuwachs: Lidl-Gründer nur noch Vize

Überholt wurde er von den Eigentümerfamilien des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim. Mit einem vermuteten Reichtum von über 66 Milliarden Euro konnten sie sich den ersten Platz erobern.

Die 1885 ins Leben gerufene, alteingesessene Firma hat ihren Stammsitz in Ingelheim am Rhein. Sie ist nicht börsennotiert und gehört nach wie vor komplett der Gründerfamilie, die Medikamente für Menschen und Tiere entwickelt. Den dritten Platz im Ranking der reichsten Deutschen nehmen hinter Schwarz die Familien Albrecht und Heister von Aldi-Süd ein.

Boehringer Ingelheim: Dieser Pharma-Clan ist jetzt Deutschlands Nummer eins

In seiner Heimat, der Region Heilbronn-Franken, ist der öffentlichkeitsscheue Schwarz aber weiterhin souverän der vermögendste Geschäftsmann. Er liegt mit großem Abstand vor der Familie Würth aus Künzelsau. Deren Reichtum wird, mitsamt ihrer Kunstkollektion, auf fast 15 Milliarden Euro geschätzt.

Sein Unternehmensreich umfasst nicht nur die Handelsketten Lidl und Kaufland, sondern ebenso das Entsorgungsunternehmen Prezero und den IT-Bereich Schwarz Digits. Mit seiner Stiftung unterstützt der Milliardär obendrein verschiedene regionale Projekte für Bildung und Zukunft, beispielsweise den Innovationspark für Künstliche Intelligenz in Heilbronn.

Der Handelskonzern schaut aber ungeachtet von Ranglisten nach vorne, was ein gigantisches Technologie-Vorhaben unterstreicht: Mittels Schwarz Digits werden aktuell elf Milliarden Euro für ein brandneues Rechenzentrum in Lübbenau (Brandenburg) aufgewendet. Auf dem Areal eines früheren Kraftwerks wird ein Gebäude für bis zu 100.000 Grafikprozessoren errichtet – das stellt die größte einmalige Investition in der kompletten Firmengeschichte dar. (jag)