Wer nach deutschen Pfifferlingen sucht, wird im Supermarkt nicht fündig. Warum eigentlich?
Bei Aldi, Lidl & Co.Deshalb landen deutsche Lebensmittel nie im Supermarkt

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Wer in unseren Supermärkten nach deutschen Pfifferlingen sucht, wird nicht fündig. (Symbolbild)
Die Blätter fallen, die Pilz-Saison startet voll durch. Viele freuen sich jetzt auf ein leckeres Pilz-Gericht.
Doch wer im Supermarkt zu den begehrten Steinpilzen oder Pfifferlingen greift, stellt schnell fest: Die kommen von sonst woher, aber fast nie aus Deutschland. Was steckt dahinter, dass diese Leckerbissen als Importware bei uns landen?
Der überraschende Grund liegt laut „Utopia“ im deutschen Gesetz. Steinpilze und Pfifferlinge sind nämlich Wildpilze. Im Gegensatz zu Champignons kann man sie nicht einfach züchten, wie die „Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung“ erläutert. Sie benötigen ganz spezielle Bedingungen im Wald und wachsen nur im Zusammenspiel mit bestimmten Bäumen – in sogenannter Symbiose.
Da diese Pilzarten in Deutschland immer seltener vorkommen, stehen sie unter Naturschutz. Das Pflücken ist nur für den privaten Gebrauch in geringen Mengen gestattet, was einen Verkauf im großen Stil unmöglich macht.
Frische Pfifferlinge und Steinpilze erkennen
Für die Supermarktketten heißt das: Sie müssen die Ware aus dem Ausland holen, häufig aus Osteuropa. Wer also unbedingt Produkte aus der Region will, dem bleibt nur der Gang in den Wald. Für alle anderen Kunden ist beim Einkauf der Import-Pilze Vorsicht geboten: Die Frische ist das A und O, denn die „Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen“ warnt, dass ein einziger verschimmelter Pilz die komplette Schale verderben kann.
Bei Pfifferlingen sollten Kunden auf eine kräftig gelbe Farbe und ein saftiges Erscheinungsbild achten. Sie müssen sich fest anfühlen und den typisch würzigen Duft verströmen. Auch ein Schnitttest kann helfen: Das Innere der Stiele muss weißlich bis cremefarben sein. Dunkle Ränder, komische Flecken oder ausgetrocknete Stellen sind ein klares Alarmsignal – dann Hände weg davon!
Auch für Steinpilze gibt es eindeutige Frische-Merkmale. Ihr Fleisch sollte im Inneren weiß bis hellbeige leuchten. Das „Bayrische Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit“ rät zur Vorsicht bei Verfärbungen der Röhrenschicht ins Grün-Bräunliche, bei weichen Druckstellen oder wenn das Fleisch wässrig wirkt. Wer sie trotzdem isst, dem drohen laut Experten schlimme Folgen: Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, manchmal sogar Fieber. (mg)
