Bei Lidl kosten Saugroboter aktuell zwischen 129 und 499 Euro. Shark, Philips und Roborock können saugen und wischen, unterscheiden sich aber deutlich beim Komfort.
Günstig gegen Premium129 oder 499 Euro – Welcher Lidl-Saugroboter reicht für den Alltag?

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Vom günstigen Shark bis zum Roborock mit selbstreinigender Station: Bei Lidl gibt es derzeit Saug- und Wischroboter in drei unterschiedlichen Preisklassen.
Krümel unter dem Esstisch, Staub im Flur und immer wieder neue Spuren auf dem Küchenboden: Ein Saugroboter kann im Alltag einiges an Arbeit abnehmen. Viele Modelle saugen längst nicht mehr nur, sondern wischen zusätzlich, erstellen Karten der Wohnung und entleeren ihren Staubbehälter automatisch.
Wie viel man dafür ausgeben muss, zeigt sich bei Lidl gerade ziemlich deutlich. Der Shark RV2620WAEU kostet 129 Euro, für den Philips XU7100/02 werden 339 Euro fällig und der Roborock Qrevo 2 ProX liegt bei 499 Euro. Zwischen günstigstem und teuerstem Modell liegen bei 370 Euro.
Die Frage ist also weniger, welches Gerät am meisten kann, sondern welches davon für den eigenen Alltag wirklich sinnvoll ist.
Für 129 Euro übernimmt der Shark schon erstaunlich viel
Mit 129 Euro ist der Shark Matrix Plus RV2620WAEU das günstigste Modell im Vergleich. Die angegebene UVP liegt bei 369,99 Euro, der Lidl-Preis damit rund 65 Prozent darunter.
Trotzdem muss man auf wichtige Komfortfunktionen nicht verzichten. Der Shark kann saugen und wischen und bringt bereits eine automatische Absaugstation mit. Nach der Reinigung fährt er zur Basis zurück und entleert dort seinen Staubbehälter.
Für die Navigation nutzt der Roboter LiDAR-Technik und erstellt eine Karte der Wohnung. Darüber lassen sich Reinigungsbereiche und Sperrzonen festlegen. Beim Wischen arbeitet der Shark mit einem beweglichen Wischpad, die Laufzeit liegt bei rund zwei Stunden.
Der größte Kompromiss zeigt sich nach dem Wischen: Der Staub wird zwar automatisch abgesaugt, das Wischpad muss anschließend selbst gereinigt werden. Wer ohnehin nur gelegentlich wischt, kann damit aber gut leben.
Philips für 339 Euro: Mehr Ausdauer für größere Wohnungen
Der Philips HomeRun 7000 XU7100/02 kostet 339 Euro und liegt damit 210 Euro über dem Shark. Auch er saugt und wischt und besitzt eine automatische Absaugstation.
Sein stärkstes Argument ist die längere Laufzeit. Bis zu 180 Minuten sind laut Philips möglich. Das kann sich vor allem in größeren Wohnungen oder bei mehreren Räumen bemerkbar machen, die in einem Durchgang gereinigt werden sollen.
Die Saugleistung gibt Philips mit 5.000 Pa an. Beim Wischen kommt ein vibrierendes Wischpad zum Einsatz. Zusätzlich soll der Roboter kleinere Hindernisse auf dem Boden erkennen und umfahren können.
Nach der Reinigung landet der aufgesaugte Schmutz automatisch in einem Drei-Liter-Beutel der Station. Beim Wischen bleibt allerdings ähnlich viel Handarbeit wie beim Shark: Der Mopp wird nicht automatisch gewaschen oder getrocknet.
Damit sitzt der Philips genau zwischen den beiden anderen Modellen. Wer eine größere Wohnfläche hat und Wert auf längere Laufzeit sowie Hinderniserkennung legt, bekommt hier mehr Reserven. Für kleinere Wohnungen ist der Aufpreis gegenüber dem Shark weniger leicht zu rechtfertigen.
Roborock für 499 Euro: Der Aufpreis steckt vor allem im Komfort
Beim Roborock Qrevo 2 ProX für 499 Euro wird der Unterschied beim Automatisierungsgrad deutlich.
Die maximale Saugleistung liegt laut Anbieter bei 25.000 Pa. Beim Wischen arbeiten zwei rotierende Mopps, die sich auf Teppichen automatisch anheben können. Dadurch muss ein Teppich nicht jedes Mal als Sperrzone eingerichtet werden.
Der größte Unterschied steckt aber in der Station. Sie entleert nicht nur den Staubbehälter, sondern wäscht die Mopps mit heißem Wasser und trocknet sie anschließend mit warmer Luft.
Gerade wer den Roboter häufig wischen lässt, spart sich damit einen Teil der Nacharbeit. Auch die Laufzeit fällt mit bis zu 253 Minuten am längsten aus.
Der Roborock kostet also nicht einfach nur mehr, weil er stärker saugt. Der eigentliche Aufpreis steckt vor allem darin, wie viele Arbeitsschritte die Station anschließend selbst übernimmt.
Welcher Saugroboter passt zu wem?
Wer vor allem regelmäßig saugen und gelegentlich wischen lassen möchte, bekommt mit dem Shark für 129 Euro bereits erstaunlich viel Technik. Absaugstation, LiDAR-Navigation und Wischfunktion sind zu diesem Preis auffällig.
Der Philips für 339 Euro wird vor allem dann interessanter, wenn die Wohnung größer ist oder längere Reinigungsrunden gefragt sind. Seine längere Laufzeit und die Hinderniserkennung sind die wichtigsten Gründe für den Aufpreis. Bei der Pflege des Wischpads bleibt aber weiterhin Handarbeit nötig.
Der Roborock für 499 Euro ist die komfortabelste Lösung. Seine Station reinigt und trocknet die Mopps selbst, dazu kommt die automatische Mopp-Anhebung auf Teppichen. Wer möglichst wenig nacharbeiten möchte, bekommt hier deutlich mehr Automatisierung.
Unterm Strich bietet der Shark den stärksten Preisvorteil, der Roborock den größten Komfort. Der Philips liegt dazwischen und lohnt sich vor allem dann, wenn längere Laufzeit und bessere Hinderniserkennung wichtiger sind als eine komplett selbstreinigende Station.
