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Altes Foto sorgt für ÄrgerWirbel um neue junge Frau an Trumps Seite

Beni Rae Harmony hat knapp 78.000 Follower auf Instagram.

Copyright: Instagram/@beniraeharmony

Beni Rae Harmony hat knapp 78.000 Follower auf Instagram.

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Eben stellte sie Trump noch Fragen, jetzt spricht sie für ihn: Beni Rae Harmony (24) ist neue stellvertretende Pressesprecherin im Weißen Haus. Ein altes Foto sorgt für Ärger.

Hoch über den Wolken in der Air Force One, auf dem Rückflug aus Irland: Donald Trump kommt mit einem Stapel Papier in der linken Hand zu den Reportern. Eine blutjunge Korrespondentin stellt ihm freundliche, wenig kritische Fragen. Fotografen der Nachrichtenagentur AP drücken ab.

Erst später fällt auf: Oben auf der ersten Seite in Trumps Hand steht offenbar ein Name: „Beni Rae Harmony“ – jene Frau, die den Präsidenten im Flieger interviewte. Nun hat sie einen neuen Job an seiner Seite.

Beni Rae Harmony: Trump soll sie mögen

Hielt der Präsident schon ihren Lebenslauf in der Hand? Der „Guardian“ hält das für möglich. Inzwischen steht fest: Die 24-Jährige wechselt die Seiten. Laut dem US-Portal „TMZ“ fing sie am Montag (5. Oktober) als stellvertretende Pressesprecherin im Weißen Haus an.

US-Präsident Donald Trump unterhält sich mit Beni Rae Harmony an Bord der Air Force One, da war sie noch als Korrespondentin für „Real America’s Voice“ tätig. Nun arbeitet sie als stellvertretende Pressesprecherin für Trump.

Copyright: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa

US-Präsident Donald Trump unterhält sich mit Beni Rae Harmony an Bord der Air Force One, da war sie noch als Korrespondentin für „Real America’s Voice“ tätig. Nun arbeitet sie als stellvertretende Pressesprecherin für Trump.

Laut Medienbericht mag Trump sie sehr und wollte sie unbedingt in seinem Team haben.

Weißes Haus: „Vertrauenswürdige Stimme der Maga-Bewegung“

Bis vor wenigen Tagen hat Harmony für „Real America's Voice“ über Trump berichtet. Das rechte Medium war ursprünglich eine Plattform für den Videopodcast von Trumps früherem Berater Steve Bannon. Das Weiße Haus macht keinen Hehl daraus, warum sie geholt wurde.

Aus dem Pressebüro hieß es: „Beni Rae Harmony war als Korrespondentin im Weißen Haus eine vertrauenswürdige Stimme der MAGA-Bewegung. Sie wird als stellvertretende Pressesprecherin eine herausragende Ergänzung für das Kommunikationsteam von Präsident Trump sein – wir freuen uns, sie an Bord zu haben!“

Harmony selbst schrieb auf X: „Ich freue mich auf dieses nächste Kapitel – dem amerikanischen Volk zu dienen und weiter für den amerikanischen Traum zu kämpfen. Amerika zuerst.“ Auf Instagram folgen ihr mehr als 77.000 Menschen. Dort hat sie immer wieder gezeigt, wie sie mit dem Präsidenten reist und über ihn berichtet.

Das Foto mit Gewehr und Anti-Biden-Shirt

Kurz nach der Bekanntgabe sorgen alte Bilder für Wirbel: Für die meiste Aufregung sorgt ein Weihnachtsfoto aus dem Jahr 2021. Darauf sind Harmony und ein älterer Mann vor Weihnachtsdekoration zu sehen. Beide halten Gewehre und tragen das gleiche Shirt mit der Aufschrift „Fuck Joe Biden“.

Laut „Guardian“ hat der rechte Republikaner Jarome Bell das Bild im November 2021 auf Instagram gepostet. Bell war ein Kandidat für das Repräsentantenhaus, scheiterte aber 2022. Harmony war damals für die Öffentlichkeitsarbeit in seinem Wahlkampf zuständig. Bells Bildunterschrift lautete: „Meine Wahlkampf-Pressechefin @beniraeharmony ist ein Biest. So läuft das bei uns.“

Im Dezember 2021 teilte das Anti-Maga-Portal „PatriotTakes“ das Foto. Harmony hat die Echtheit offenbar bestätigt: Sie antwortete mit einem weiteren Bild von sich, im gleichen Shirt, am gleichen Ort und grinsend. Ein Nutzer fragte spöttisch: „Tochter oder Date?“ Harmony antwortete mit einem einzigen Wort: „Onkel.“ Auf aktuelle Presseanfragen zu dem Foto hat sie laut „Guardian“ nicht reagiert.

Lebenslauf zeigt, wo sie politisch steht

Auch ihr Lebenslauf zeigt, wo sie politisch steht. Laut ihrem LinkedIn-Profil hat sie für Jack Posobiec gearbeitet, einen Moderator der rechten Organisation „Turning Point USA“. Außerdem war sie Presseberaterin für zwei Republikaner vom rechten Rand.

In der rechten Medienszene wurde Harmony vor allem 2025 bekannt. Damals moderierte sie bei „WICS NewsChannel 20“ in Springfield im Bundesstaat Illinois. Nach dem Tod von Charlie Kirk würdigte sie ihn vor der Kamera, nannte ihn „einen Mentor, meinen ersten Chef, den ersten Menschen, der mich an mich selbst glauben ließ und der mich ermutigt hat, diesen Traum zu verfolgen“.

Sie arbeitete für einen Reporter, der bei Trump in Ungnade fiel

Bei „Real America's Voice“ arbeitete sie später als Nachfolgerin von Brian Glenn als Korrespondentin im Weißen Haus. Glenn verlor Trumps Gunst, nachdem seine Partnerin Marjorie Taylor Greene mit dem Präsidenten gebrochen hatte. Sie hatte ihm vorgeworfen, die MAGA-Bewegung zu verraten.

Harmony scheint also gut zu Trump zu passen – und zu dem, wie er mit Medien umgeht. Im September verbannte er CNN, „Politico“ und MS Now aus dem Weißen Haus. Ein Bundesrichter hatte das vorläufig gestoppt. US-Medien berichten, Trumps Mitarbeiter suchten inzwischen selbst aus, welche Medien ihm Fragen stellen dürfen. Dabei kommen häufig Korrespondenten zum Zug, die ihn unterstützen. Wie Beni Rae Harmony bis vor ein paar Tagen. (mg)