Auch zwei Kinder darunter Fernsehen in Kasachstan mit erschütternder Mitteilung

Ein bewaffneter Polizist nimmt am Samstag (8. Januar) zwei Protestanten in Almaty fest. Es seien in Kasachstan mittlerweile fast 6000 Menschen festgenommen worden, darunter viele Ausländer, hieß es. Bei den schweren Unruhen sind offiziellen Angaben zufolge 164 Menschen getötet worden.

Ein bewaffneter Polizist nimmt am Samstag (8. Januar) zwei Protestanten in Almaty fest. Es seien in Kasachstan mittlerweile fast 6000 Menschen festgenommen worden, darunter viele Ausländer, hieß es. Bei den schweren Unruhen sind offiziellen Angaben zufolge 164 Menschen getötet worden.

Seit rund einer Woche wird die autoritär geführte Republik Kasachstan von beispiellosen Ausschreitungen erschüttert. Nach dem Schießbefehl von Präsident Tokajew gab es länger keine Angaben zu Todesopfern. Nun gibt es offizielle Zahlen. Und die sind tragisch.

Bei den schweren Unruhen im zentralasiatischen Kasachstan sind offiziellen Angaben zufolge 164 Menschen getötet worden. Das berichtete das Staatsfernsehen am Sonntag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium. Demnach sollen allein in der von den Unruhen besonders schwer erschütterten Millionenstadt Almaty 103 Menschen ums Leben gekommen sein – darunter zwei Kinder.

Wie viele der Todesopfer Zivilisten waren, war zunächst unklar. Zuvor hatten die Behörden von mehr als 40 Toten gesprochen, unter ihnen mindestens 16 Polizisten und Soldaten. Die Unruhen in der an China und Russland grenzenden Ex-Sowjetrepublik dauern seit einer Woche an.

Laut offiziellen Angaben sind dabei bisher mehr als 2200 Menschen verletzt worden. Vor allem in der Almaty im Südosten der Ex-Sowjetrepublik hätten rund 1100 Menschen medizinische Hilfe ersucht, meldete das Staatsfernsehen unter Berufung auf die Behörden. Unabhängige Informationen gibt es auch weiterhin nur spärlich.

Alles zum Thema Polizeimeldungen
  • Blut-Tat erschüttert NRW Mann (30) gnadenlos abgestochen: Polizei sucht brutales Brüder-Paar
  • Drama um Kölner Schüler (16) Bei Kajak-Tour kommt es plötzlich zum Unglück
  • Verletzte Polizisten, 72 Festnahmen Final-Frust: Feyenoord-Fans randalieren in Rotterdam
  • Massaker an US-Grundschule Chats aufgetaucht: Täter erzählte Mädchen (15) aus Frankfurt von seinem Blutbad
  • Millionen-Zoll-Coup in NRW Spektakuläre Festnahmen in Polen – Täter legten falsche Spuren
  • Großeinsatz an NRW-Schule Polizei findet Schusswaffe im Keller – Schüler müssen stundenlang ausharren
  • Amoklauf an US-Grundschule Politiker trauert um Opfer und sorgt für Entsetzen: „Du bist das Problem!“
  • „Außergewöhnliches Unwetter“ In Mainz regnet es Geldscheine – aber Einstecken ist verboten
  • Amoklauf an US-Grundschule 19 Kinder und zwei Lehrkräfte erschossen – „grausam und unbegreiflich“
  • Dortmund Frau (44) rastet völlig aus und prügelt los – mit merkwürdigem Gegenstand
Die Straßen in Almaty gleichen einem Schlachtfeld: Menschen laufen am 7. Januar an ausgebrannten Autowracks vorbei. Seit Wochen herrscht Chaos in dem Land.

Die Straßen in Almaty gleichen einem Schlachtfeld: Menschen laufen am 7. Januar an ausgebrannten Autowracks vorbei. Seit Wochen herrscht Chaos in dem Land.

Präsident Kassym-Schomart Tokajew hatte Polizei und Armee am Freitag angewiesen, „ohne Vorwarnung“ auf Demonstranten zu schießen, die er als „Terroristen“ und „Banditen“ bezeichnete.

Kasachstan: Fast 6000 Menschen festgenommen

Seit einer Woche kommt Kasachstan nicht zur Ruhe. Unmut über gestiegene Treibstoffpreise an den Tankstellen in dem öl- und gasreichen Land schlug in Proteste gegen die Staatsführung um. Neben vielerorts friedlichen Demonstrationen kam es auch zu gewaltsamen Ausschreitungen. Die autoritären Behörden sagen, die Lage sei mittlerweile unter Kontrolle. Wie das Präsidialbüro nach einer weiteren Krisensitzung mittelte, dauern die Einsätze gegen Demonstranten an. „Es werden Maßnahmen ergriffen, um Terroristen ausfindig zu machen und festzunehmen.“

Es seien mittlerweile fast 6000 Menschen festgenommen worden, darunter viele Ausländer, hieß es weiter. Tokajew behauptete, Demonstranten würden auch aus dem Ausland unterstützt. (dpa/mg)

Sie verwenden einen veralteten Browser. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser, um Ihren Besuch bei uns zu verbessern.