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Der große Hitze-SchockStudie warnt vor Milliarden-Verlusten für deutsche Wirtschaft

Hitzewellen

Copyright: Benjamin Westhoff/dpa

Hitzewellen bereiten der Wirtschaft in Deutschland laut einer Analyse des Kreditversicherers Allianz Trade immer größere Probleme. (Symbolbild)

Hitze-Schock: Studie warnt vor Milliarden-Verlusten.

Eine neue Untersuchung von Allianz Trade, dem globalen Marktführer bei Kreditversicherungen, schlägt Alarm: Extreme Hitze wird für die Wirtschaft in Deutschland zu einer wachsenden Bedrohung. Firmen stehen vor einer Zwickmühle, denn die Arbeitsleistung sinkt durch die hohen Temperaturen, während zur gleichen Zeit die Ausgaben für Energie in die Höhe schießen.

Wenn die Hitzewellen der letzten Dekade so weitergehen, rechnet der Versicherer bis 2030 mit einem gigantischen Verlust von rund 112,5 Milliarden Euro allein in Deutschland.

Experte warnt: „Struktureller wirtschaftlicher Schock“

Milo Bogaerts, der Chef von Allianz Trade für Deutschland, Österreich und der Schweiz, findet klare Worte: „Extreme Hitze ist längst kein kurzfristiges Wetterphänomen mehr, sondern ein struktureller wirtschaftlicher Schock“. Doch das dicke Ende kommt erst noch, denn weil die Gewinnerwartungen fallen, wird weniger investiert. Das bremst die zukünftige Leistungsfähigkeit und den Wettbewerb aus.

Die Studie belegt: Sobald das Thermometer über 30 Grad klettert, fällt die Produktivität für jedes weitere Grad um ungefähr 3 Prozent. Zugleich klettern die Energiekosten wegen des verstärkten Bedarfs an Kühlung um circa 1,2 Prozent pro Grad. Aber auch der Staatshaushalt leidet. Jedes Jahr sorgt die Hitze für ein Minus von durchschnittlich rund 0,9 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in der Staatskasse.

Deutschland nur Mittelmaß in Europa

Hazem Krichene, Senior Klimaökonom bei Allianz Research, warnt eindringlich: „Bis 2030 könnte die Wirtschaftsleistung durch Hitzewellen in Deutschland deutlich niedriger ausfallen: Beim BIP sind in den kommenden vier Jahren Einbußen von bis zu 3 Prozent möglich.“ Im europäischen Vergleich platziert sich Deutschland damit im Mittelfeld, denn kühlere Nationen wie Irland oder Finnland stehen besser da, während wärmere Länder wie Spanien oder Italien stärker betroffen sind.

Laut Krichene kippt die wirtschaftliche Bilanz ab der magischen 30-Grad-Marke ins Minus. Er erklärt weiter: „Insgesamt ist Europa historisch auf Kälte ausgelegt und auf Hitze bis heute schlecht vorbereitet – obwohl Hitzewellen in den letzten Jahren nichts Neues sind.“ Andere Regionen wie die USA, der Nahe Osten oder Asien haben hier einen klaren Vorsprung. Dort gehört die Hitze seit Jahrzehnten zur Planung dazu, weshalb es auch viel mehr Klimaanlagen gibt.

Europa schwitzt: Nur 19 Prozent der Haushalte klimatisiert

Europa hingegen ist noch auf der Suche nach den richtigen Strategien zur Anpassung – das betrifft Gebäude, Infrastruktur, Arbeitszeiten und den Schutz besonders gefährdeter Menschen. Der Unterschied ist krass: In den USA verfügen etwa 90 Prozent der Haushalte über eine Klimaanlage, in Europa sind es gerade einmal 19 Prozent. Hinzu kommt, dass zahlreiche Bauten in Europa so konstruiert sind, dass sie Wärme speichern, anstatt sie nach außen abzugeben.

Krichene unterstreicht: „Die grüne Transformation und die Anpassung an den Klimawandel sind mittlerweile zentrale Fragen der Wirtschaftspolitik, die weit über den Umweltbereich hinausgehen.“ Nationen, die bei der Infrastruktur und dem Schutz von Firmen und Beschäftigten zügiger handeln, sichern sich einen entscheidenden Vorteil. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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