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„Von meinem Haus aus“Gamestop-Boss will Ebay kaufen und Tausende entlassen

Ebay-Logo vor Hauptquartier

Copyright: Andrej Sokolow/dpa

Ebay ist deutlich größer als Gamestop. (Archivbild)

Gamestop-Boss will Ebay: Tausende Mitarbeiter müssen zittern

Ein Beben in der Tech-Branche! Der Boss des Gaming-Händlers Gamestop, Ryan Cohen, will die Online-Plattform Ebay schlucken. Seine erste Ankündigung an die Mitarbeitenden ist eine eiskalte Drohung, die Tausende um ihre Arbeitsplätze zittern lässt.

Cohen beabsichtigt radikale Einschnitte beim Personal, falls seine Offerte für Ebay angenommen wird. „Ich könnte dieses Geschäft von meinem Haus aus betreiben“, offenbarte der Gamestop-Chef während eines Gesprächs im Podcast „TBPN“. Ein Satz, der für Fassungslosigkeit sorgt.

„11.500 Beschäftigte – das ergibt keinen Sinn“

Cohen legte unmissverständlich nach: „Sie haben 11.500 Beschäftigte – und das ergibt keinen Sinn.“ Seine Logik: Je größer die Belegschaft, desto schwerfälliger werde ein Konzern. Effizienzsteigerungen seien nur durch Kostensenkungen zu erreichen. Die Realität ist aber noch krasser: Laut neuesten Zahlen beschäftigte Ebay Ende des vergangenen Jahres sogar 12.300 Menschen.

Am Wochenende unterbreitete Gamestop ein Angebot zur Übernahme der berühmten Handelsplattform im Wert von circa 56 Milliarden Dollar. Nach Cohens Plan soll die Bezahlung je zur Hälfte mit Bargeld und mit Firmenanteilen erfolgen. Die genaue Finanzierung des Deals ist jedoch vorerst noch offen. Um den Aktienanteil von 28 Milliarden Dollar zu erreichen, wäre Gamestop gezwungen, eine riesige Menge neuer Aktien herauszugeben.

„Ich will, dass es mein Baby ist“

Seine ambitionierten Vorhaben unterstrich Cohen im Podcast: „Mein Ziel ist: Ich will Ebay besitzen. Ich will Ebay führen. Ich will, dass es mein Baby ist.“ Sein ultimatives Vorhaben: Die Fusion von Gamestop und Ebay soll einen mächtigen Wettbewerber für den globalen Branchenführer Amazon schaffen – und das, obwohl Gamestop aktuell wesentlich kleiner als Ebay ist.

Aber wer ist dieser Unternehmer, der es mit dem Riesen Amazon aufnehmen möchte? Bevor er zu Gamestop kam, war Cohen einer der Gründer von Chewy, einem Online-Shop, der sich auf Produkte für Haustiere konzentriert. Im Jahr 2020 erwarb er eine große Beteiligung an Gamestop, warf der Führung vor, zu träge zu sein, und setzte sich 2023 selbst an die Spitze des Unternehmens.

Unter seiner Leitung machte Gamestop zahlreiche Filialen dicht und konzentrierte sich stattdessen auf den Handel mit Sammlerstücken und alten Videospielen, die bei Zockern nostalgische Gefühle auslösen. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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