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„Wer würde Galeria vermissen“Experte fällt knallhartes Urteil über die Warenhauskette

Galeria in Köln

Copyright: Rolf Vennenbernd/dpa

Die Warenhauskette Galeria hat 83 Filialen in rund 70 Städten.

Experte mit knallhartem Urteil: Braucht es Galeria noch?

Die finanzielle Lage bei der Warenhauskette Galeria ist erneut angespannt – und ein Experte zweifelt massiv an der Zukunft des Unternehmens. „Ich bin sehr pessimistisch. Die Frage ist doch: Wer würde Galeria vermissen? Auf Kundenseite fast niemand“, sagte Martin Fassnacht, Professor für Strategie und Marketing an der Düsseldorfer Wirtschaftshochschule WHU.

Sein Urteil ist knallhart: „Ich bedaure, das zu sagen, aber Galeria wird nicht mehr gebraucht.“ Für die 12.000 Beschäftigten sei die Situation ein „Trauerspiel“. Nach drei Insolvenzen in kurzer Zeit müssten sie sich erneut Sorgen um ihre Jobs machen. Fassnacht ist skeptisch, dass die Wende gelingt: „Wenn die Sehnsucht so groß wäre, würden doch viel mehr Menschen dort einkaufen. Dann wäre das Unternehmen nicht schon wieder in Schwierigkeiten.“

Experte sieht mehrere Gründe für die Krise

Der Marketing-Experte sieht dafür klare Gründe. Der Kette fehle ein klares Konzept. Zudem verlagere sich das Einkaufen immer mehr ins Internet – besonders bei Produkten wie Mode, die ein Kernsortiment von Galeria darstellen. Wie die dpa berichtet, gibt es laut Fassnacht im stationären Handel durchaus Erfolgsmodelle.

Als Beispiele nennt er Action und Müller. Beide hätten einen klaren Wettbewerbsvorteil. Müller sei „eine Drogerie mit Warenhaus-Charakter“ und einem breiten Zusatzsortiment. Der Discounter Action wiederum biete einen Schnäppchen- und Entdeckungsreiz, der die Kundschaft regelmäßig in die Läden locke.

Mietzahlungen gestundet – Drohen weitere Schließungen?

Kürzlich wurde bekannt, dass Galeria zahlreiche Vermieter um eine Stundung der Mieten gebeten hat. Das Unternehmen begründete dies mit Liquiditätsschwankungen und bestätigte, einen neuen Kredit vom Minderheitsgesellschafter Bain Capital erhalten zu haben. Einige Vermieter beklagten jedoch, dass Mietzahlungen zuletzt ausgeblieben seien.

Ein Ersuchen um Stundung sei „keine normale kaufmännische Routine“, warnt der Sanierungsexperte Manfred Hunkemöller. Er vermutet, dass dies mit dem Jahresabschluss zusammenhängt. Wirtschaftsprüfer bräuchten einen Nachweis, dass das Unternehmen auch in den kommenden zwölf Monaten zahlungsfähig bleibt. „Da Vermieter zu den größten Gläubigern eines Warenhauses zählen, kann eine Stundung genügen, um eine sonst möglicherweise bestehende, offene Lücke zu schließen.“ Den neuen Kredit bezeichnete er als „Tropfen auf den heißen Stein“.

Schon im März hatte Galeria angekündigt, die auslaufenden Mietverträge von acht Standorten neu verhandeln zu wollen. Dabei räumte das Unternehmen ein, dass weitere Filialschließungen möglich sind. Anfang 2024 musste die Kette erneut Insolvenz anmelden, woraufhin neun Häuser geschlossen wurden. Derzeit betreibt Galeria noch 83 Filialen. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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