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Ende des EinkaufsbummelsDeutsche kaufen immer mehr online – das sind die Gründe dafür

Postgesetz-Reform

Copyright: Sebastian Kahnert/dpa

Viele Verbraucher empfinden den Onlinekauf als bequem.

Deutsche im Online-Kaufrausch: Das hat Folgen für die City.

In der City wird jeder Cent gezählt, aber online sitzt die Geldbörse locker. Eine brandneue Auswertung enthüllt: Deutschland ist im Shopping-Fieber im Netz. Das hat Folgen, die besonders die Innenstädte zu spüren bekommen.

In Deutschland wird online immer häufiger und mehr bestellt – während viele im Laden den Gürtel enger schnallen müssen. Das geht aus dem neuesten Online-Monitor hervor, den der Handelsverband Deutschland (HDE) veröffentlicht hat. „Der Onlinehandel kann sich ein Stück weit von der schlechten Umsatzentwicklung im Einzelhandel abkoppeln“, so die Einschätzung von Stephan Tromp, dem stellvertretenden HDE-Hauptgeschäftsführer. Für 2026 prognostiziert der Verband online ein sattes Plus von 4,3 Prozent, die Geschäfte vor Ort dürfen nur auf 1,6 Prozent hoffen.

Ein Grund für diesen Online-Rausch: Immer mehr ältere Semester entdecken das Bestellen per Klick. Bei den über 55-Jährigen nahm die Gruppe der Internet-Käufer im Jahr 2025 um beachtliche 3,1 Prozent zu.

Lebensmittel und Drogerieartikel boomen online

Insgesamt wurden 2025 im Netz Waren für gut 92 Milliarden Euro verkauft – ein Zuwachs von fast 4 Prozent zum Vorjahr. Besonders heftig legte der Umsatz bei Artikeln des Alltags zu. Lebensmittel und Drogerieartikel schossen um 10,4 Prozent nach oben, weil immer mehr Menschen bei Lieferdiensten ordern. Bei Elektronik oder Klamotten ist der Online-Anteil aber noch viel größer.

Aber warum läuft es online so rund, während sonst Flaute herrscht? „Den Konsumenten ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis derzeit besonders wichtig“, so die E-Commerce-Expertin Karolin Junker de Neui von der Digitalberatung Etribes. Online sei es leichter, dieses Bedürfnis zu stillen. „Dort ist es einfacher, den günstigsten Preis zu finden.“ Weitere Pluspunkte: die riesige Auswahl und die pure Bequemlichkeit. Ihr Fazit: „Der Weg in die Innenstadt kostet Zeit und Geld.“

„Ende des klassischen Einkaufsbummels“

Das zeigen auch Umfrage-Zahlen. Laut einer repräsentativen Studie von Appinio kaufen bei Klamotten und Schuhen schon 65 Prozent hauptsächlich im Netz. Bei Elektronik sind es 58 Prozent. Expertin Junker de Neui spricht deshalb vom „Ende des klassischen Einkaufsbummels“ für manche Warengruppen. Dafür wurden im April 1.000 Personen im Alter von 15 bis 65 interviewt.

Die Ausgaben verteilen sich inzwischen fast 50/50 auf Online- und Offline-Einkäufe. Die Hälfte der Befragten gab an, öfter im Netz zu shoppen als im Vorjahr. Was die Leute noch bremst? Vor allem, dass man Produkte nicht anfassen kann (73 Prozent), nervige Rücksendungen (67 Prozent) und eine zu lange Zustellung (60 Prozent).

KI darf helfen, aber nicht für dich entscheiden

Der wichtigste Grund für die Wahl eines Shops bleibt der beste Preis. Aber Künstliche Intelligenz (KI) wird immer wichtiger. Der Knaller: Bereits 6 von 10 der Befragten schenken einem KI-Helfer mehr Glauben als einer gewöhnlichen Kundenbewertung.

Die meisten setzen KI ein, um zu sparen. 60 Prozent wollen, dass eine KI für sie die Preise checkt. Eigenständige Einkäufe durch eine KI werden von 60 Prozent nicht gewollt. Sogar bei Waschpulver möchte die Hälfte der Befragten die finale Wahl haben.

Expertin Junker de Neui kommentiert das gelassen: „Es gab auch Zeiten, da konnte sich niemand vorstellen, Lebensmittel nach Hause liefern zu lassen.“ Sie geht davon aus, dass die Akzeptanz bei den Menschen weiter zunimmt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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