Die Zahl der geklauten Räder in NRW ist massiv gesunken. Dahinter steckt ein einfacher Grund.
Gute Nachricht für RadlerZahl der Fahrraddiebstähle in NRW hat sich fast halbiert

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Deutlich weniger Fahrraddiebstähle als früher (Symbolbild).
Fahrrad-Klau in NRW: Diebe haben es immer schwerer – doch eine Zahl macht stutzig. Eine erfreuliche Entwicklung für alle, die in Nordrhein-Westfalen in die Pedale treten: In den letzten zwei Jahrzehnten ist die Menge der gestohlenen Fahrräder um beinahe die Hälfte gefallen. Diese Information stammt vom Innenministerium des Landes, wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) berichtet. Im Vergleich zu 100.290 entwendeten Rädern im Jahr 2006, zählte man im Vorjahr lediglich 53.380 Fälle. Das ist ein satter Minus von 47 Prozent.
Für Herbert Reul (CDU), den Innenminister von NRW, kommt diese Entwicklung nicht von ungefähr. „Dass weniger Fahrräder geklaut werden, ist kein Zufall. Immer mehr Menschen sichern ihre Fahrräder viel besser als früher“, erklärte er.
Reul: „Unsere Präventionsarbeit kommt an“
Die Bemühungen der Polizei zur Vorbeugung scheinen sich auszuzahlen. „Das zeigt, dass unsere Präventionsarbeit ankommt. Gerade bei teuren Pedelecs schauen viele genauer hin und investieren in gute Sicherheitsmaßnahmen. Das zahlt sich aus“, fügte Reul hinzu.
Anders als bei Wohnungseinbrüchen, die vor allem in der kalten Jahreszeit zunehmen, schlagen Fahrraddiebe laut dpa bevorzugt im Sommer zu. Deshalb lautet der eindringliche Rat: Sichert eure Drahtesel mit soliden Stahlketten, Bügelschlössern oder Panzerkabeln und befestigt sie an unbeweglichen Objekten – oder stellt sie in abgeschlossenen Räumen unter.
Aufklärungsquote steigt – doch ein Detail überrascht
Trotzdem ist die Gefahr noch nicht gebannt. „Wo teure Fahrräder zu finden sind, sind Langfinger oft nicht weit. Deshalb bleiben wir dran - mit gezielter Aufklärung und sichtbarer Präsenz auf der Straße“, versprach der Minister.
Im Vorjahr fielen die gemeldeten Fahrraddiebstähle auf den tiefsten Wert seit 2006. Zugleich erhöhte sich der Anteil der registrierten Versuche von nur einem Prozent auf 4,8 Prozent. Ein deutliches Indiz dafür, dass gute Schlösser viele Täter abschrecken.
Die Erfolgsquote bei der Aufklärung erreichte im letzten Jahr mit 9,5 Prozent einen Höchststand für die letzten zwei Jahrzehnte, nachdem sie zwischenzeitlich auf 7,1 Prozent gefallen war. Doch ein Aspekt der Statistik sorgt für Aufsehen: Obwohl die Gesamtzahl der identifizierten Verdächtigen parallel zu den Fallzahlen stark zurückging, kletterte der Anteil der Verdächtigen ohne deutsche Staatsbürgerschaft von 19 Prozent auf beachtliche 43 Prozent. (red)
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