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Chaos-Dinner mit TrumpZettel-Mann kündigte an: „Werdet noch jahrelang über mich sprechen“

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Oz Pearlman hatte für das Korrespondenten-Dinner mit Donald Trump einen denkwürdigen Abend angekündigt. Der sollte es werden.

Als das Chaos ausbrach, stand er direkt neben US-Präsident Donald Trump: Oz Pearlman. Der „America’s Got Talent“-Kandidat von 2015 war von der „White House Correspondents’ Association“ zu dem Prestigeträchtigen Dinner eingeladen worden, um die Gäste zu unterhalten. 

Denn Pearlman ist ein gefeierter Mentalist. Doch gerade, als er zwischen US-Präsident Donald Trump und dessen Ehefrau Melanie stand und ihnen sowie Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt einen Zettel mit einer Aufschrift präsentierte, entglitten der First Lady die Gesichtszüge. 

Ankündigung vor Dinner mit Trump sorgt für Spekulationen

Tumulte und Chaos im Saal zogen schnell die Aufmerksamkeit auf sich. Menschen versteckten sich unter den Tischen. Schnell stürmten Sicherheitsleute in den Saal und brachten den Präsidenten und andere ranghohe Anwesende in Sicherheit.

Denn ein bewaffneter Mann war in das Hotel in Washington eingedrungen, sein genaues Tatmotiv ist noch unklar. 

Diskutiert wird nun auch über Pearlman – und vor allem seine Äußerungen vor dem Abend. „Ich glaube also, dass Samstagabend, wenn alles so läuft, wie ich es mir wünsche, der Grund dafür sein wird, dass ihr noch jahrelang über mich sprechen werdet“, wird er von amerikanischen Medien zitiert. 

Die Zettel-Szene ist dabei Ursprung so mancher Theorie rund um die Vorkommnisse. Viele versuchten herauszufinden, was auf dem kleinen weißen Schnipsel stand – bislang vergeblich. Kritiker Trumps vermuteten hinter der ganzen Aufregung gar eine riesige Mentalisten-Nummer. Beweise dafür gibt es nicht. 

Pearlman hatte vor dem Dinner außerdem gesagt: „Ich hoffe, dass ich beim Dinner der Korrespondenten des Weißen Hauses – und deshalb hat man mich und nicht einen Komiker eingeladen, um die Leute zu roasten – dazu beitragen kann, dass wir alle zusammenkommen. Die Anwesenden sind sich nicht unbedingt einig darüber, wie das Land regiert wird, über den Krieg, die Wirtschaft oder unzählige andere Dinge … Ich denke, 25 Minuten lang werden sie lachen, applaudieren und staunen.“

Klar ist: Seine Hoffnung, dass alle den Raum in einer besseren Stimmung verlassen würden, als sie ihn betreten hatten, wurde definitiv nicht erfüllt. 

Im Anschluss meldete er sich bei Instagram zu Wort, schrieb: „Mir geht es gut, und Gott sei Dank sind alle wohlauf! Ich war mitten in einer Aufführung für den Präsidenten und die First Lady, als ich aufschaute und einen Aufruhr sah – ich dachte, eine Bombe würde gleich explodieren oder es würden Schüsse fallen. Wir warfen uns sofort zu Boden, und der Secret Service handelte entschlossen und professionell, um uns alle zu schützen. Wir lagen auf dem Boden, ich war nur wenige Meter von Präsident Trump entfernt, unsere Blicke trafen sich. Es war wahrscheinlich der beängstigendste Moment meines Lebens, den ich niemals vergessen werde. Ich bin so froh, dass alle wohlauf sind.“

Angreifer bei Dinner mit US-Präsident Trump gefasst

Nach bisherigen Erkenntnissen stürmte der Angreifer gegen halb neun am Abend durch eine Zugangsschleuse des Secret Service, es fallen Schüsse. Trump postete ein Video in den sozialen Medien, das den mutmaßlichen Täter zeigt, wie er an den Beamten vorbeirennt, ehe diese das Feuer eröffnen.

Bewaffnet war der Mann mit Schrotflinte, Handfeuerwaffe und mehreren Messern. Ein Beamter des Secret Service wurde Trump zufolge von mindestens einer Kugel getroffen und durch seine Schutzweste gerettet. „Ich habe gerade mit dem Beamten gesprochen, und es geht ihm gut“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus. 

Der Angreifer wurde festgenommen, ohne von Kugeln getroffen worden zu sein. Mehreren Medienberichten zufolge ist der mutmaßliche Täter 31 Jahre alt. Offizielle Angaben zur Identität des Täters gab es zunächst nicht.

Sowohl Trump als auch die Sicherheitsbehörden gehen nach ersten Erkenntnissen davon aus, dass es sich um einen Einzeltäter handelt. Das Motiv der Tat bleibt indes unklar. Danach gefragt, ob er einen Zusammenhang mit dem Iran-Krieg sehe, sagte Trump: „Ich glaube es nicht. Aber man kann es nie wissen.“

Der Angreifer, der zur Untersuchung ins Krankenhaus kam, wurde inzwischen verhört. Am Montag soll er einem Richter vorgeführt werden. (sku, dpa)

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