Krach in der Nato: Die USA überleben wohl laut einem Dokument, ein Land rauszuschmeißen.
Internes DokumentUSA überlegen wohl, Land aus Nato auszuschließen

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Verteidigungsminister Pete Hegseth
Im Pentagon gibt es wohl Überlegungen, Spanien aus der Nato auszuschließen. Donald Trump will im Iran-Konflikt mehr Hilfe von seinen europäischen Verbündeten. Deshalb werden in Washington jetzt offenbar harte Konsequenzen geprüft. Für ein Mitgliedsland könnte das sogar den Ausschluss aus der Allianz bedeuten.
Auslöser für den Krach ist die mangelnde Unterstützung bei der Konfrontation mit Teheran. Ein durchgesickertes internes Schreiben zeigt, dass die Ablehnung einiger Partner, den USA essenzielle Zugangs-, Stationierungs- und Überflugrechte zu geben, scharf kritisiert wird. Diese seien aber „lediglich die absolute Grundvoraussetzung für die Nato“. Das berichtet „Reuters“.
Druckmittel gegen Partner: Was Washington plant
Das Dokument listet verschiedene Wege auf, um den Druck zu steigern. Eine Option wäre, „schwierige“ Staaten von bedeutenden oder angesehenen Ämtern im Bündnis fernzuhalten. Explizit wird sogar der Rauswurf Spaniens als Möglichkeit erwähnt. Laut dem Papier hätte diese Maßnahme militärisch für die USA kaum Folgen, aber eine gewaltige symbolische Wirkung. Das Schreiben lässt jedoch offen, wie die Vereinigten Staaten einen Partner im Alleingang aus der Allianz werfen könnten.
Zusätzlich wird als Drohung eine Überprüfung der diplomatischen Hilfe für traditionelle europäische „Kolonien“, wie zum Beispiel die Falklandinseln, in Erwägung gezogen. Obwohl sie zu Großbritannien zählen, erhebt Argentinien Anspruch darauf. Der argentinische Präsident Javier Milei ist als ein Partner von Trump bekannt.
Pentagon-Sprecher weicht nicht aus
Kingsley Wilson, ein Sprecher des Pentagon, widersprach dem Inhalt des Schreibens nicht. Er bekräftigte die Position der amerikanischen Regierung: „Wie Präsident Trump bereits gesagt hat: Trotz allem, was die Vereinigten Staaten für unsere Nato-Verbündeten getan haben, waren diese nicht für uns da.“ Es werde sichergestellt, dass der Präsident Handlungsalternativen habe, sodass die Bündnispartner „nicht länger ein Papiertiger sind, sondern ihren Teil beitragen“. Zu internen Diskussionen wollte er sich nicht weiter äußern.
Aus Europa kamen unterschiedliche Antworten. Spaniens Regierungschef Pedro Sanchez zeigte sich vor einem EU-Gipfel auf Zypern unbeeindruckt: „Wir arbeiten nicht auf der Grundlage von E-Mails. Wir stützen uns auf offizielle Dokumente und Regierungspositionen“. Dagegen meldete Polens Premier Donald Tusk in der „Financial Times“ prinzipielle Bedenken an, was die Verlässlichkeit der Vereinigten Staaten im Verteidigungsfall angeht.
Hintergrund des Zoffs ist die Haltung mancher Nato-Staaten zum Konflikt mit Teheran. In Spanien hatte die sozialistische Führung den Vereinigten Staaten untersagt, die zwei US-Stützpunkte auf ihrem Territorium für Attacken gegen den Iran zu verwenden. Ein ähnliches Verbot hatte anfangs auch Großbritannien erlassen, dieses jedoch später zurückgenommen. (red)
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