Corona-Pandemie Rekordschulden bei Bund und Ländern: Hilfsmaßnahmen gehen ins Geld

Auf einem Tisch liegen Bündel aus Fünfzig- und Zwanzig-Euro-Scheinen.

Geldscheinen liegen am 3. Mai 2019 auf einem Tisch (Symbolfoto).

Rekordschulden durch Corona-Pandemie: Im Jahr 2021 ist die öffentliche Verschuldung in Deutschland um 14 Prozent gestiegen. Das entspricht fast 30.000 Euro pro Person. Grund waren Hilfspakete und Mehrwertsteuersenkung.

Wiesbaden. Die Corona-Pandemie hat die Schulden der öffentlichen Haushalte bei Banken und Privatunternehmen deutlich anschwellen lassen. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherung waren beim sogenannten nicht-öffentlichen Bereich zum Jahresende 2020 mit 2172,9 Milliarden Euro verschuldet, wie das Statistische Bundesamt am Mittwoch (28. Juli 2021) in Wiesbaden mitteilte.

Binnen Jahresfrist sei die öffentliche Verschuldung um 14,4 Prozent auf den höchsten Stand gestiegen, der jemals in der Statistik am Ende eines Jahres gemessen worden sei.

Rekordschulden: Fast 30.000 Euro pro Kopf

Die Summe entspreche einer Pro-Kopf-Verschuldung von 26.141 Euro, 3281 Euro mehr als Ende 2019. Die Entwicklung habe sich nach vorläufigen Ergebnissen in den ersten drei Monaten 2021 fortgesetzt, erklärte das Bundesamt.

Der Anstieg sei insbesondere bei Bund und Ländern auf die Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Krise zurückzuführen, darunter Hilfspakete und Mehrwertsteuersenkung. Zum nicht-öffentlichen Bereich gehören Kreditinstitute und der sonstige inländische und ausländische Bereich, wie private Unternehmen im In- und Ausland.

Bund und Länder: Corona-Hilfen gehen ins Geld

Das Bundesamt legte nun die endgültige Statistik vor, nachdem es im März bereits vorläufige, etwas geringere Zahlen veröffentlicht hatte. Damals war eine Verschuldung von 2171,8 Milliarden Euro und eine Pro-Kopf-Verschuldung von 26.128 Euro errechnet worden.

Der Bund war Ende 2020 den endgültigen Zahlen zufolge mit 1403,5 Milliarden Euro verschuldet, das ist ein Plus von 18,1 Prozent. Die Schulden der Länder stiegen demnach um 9,8 Prozent auf 636 Milliarden Euro.

Bei den Gemeinden und Gemeindeverbänden war der Anstieg dagegen mit 1,5 Prozent deutlich geringer, die Schulden belaufen sich auf 133,3 Milliarden Euro. Die Schulden der Sozialversicherung sanken auf 44 Millionen Euro.

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