Corona-Tote Höchster Tageswert seit März in Großbritannien erreicht

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, äußert sich bei einer Pressekonferenz in der Downing Street zur Corona-Pandemie.

Die Todeszahlen steigen: In Großbritannien wütet die Delta-Variante. Das Foto zeigt Großbritanniens Premierminister Boris Johnson am 12. Juli 2021 in London.

Mehr Todesopfer in Großbritannien: In UK wütet die Delta-Variante erbarmungslos. Seit Monaten gab es nicht so viele Corona-Tote wie jetzt...

London. Erschütternde Nachrichten aus UK: In Großbritannien ist die Zahl der Corona-Toten auf den höchsten Tageswert seit mehr als vier Monaten gestiegen. Am Dienstag, 27. Juli 2021, meldeten die Behörden den Tod von 131 Menschen.

Das waren so viele wie seit dem 17. März nicht. Damals starben 141 Menschen innerhalb von vier Wochen nach einer Corona-Infektion. In den vergangenen sieben Tagen gab es landesweit 480 Corona-Tote, 40 Prozent mehr als in der Vorwoche.

Hohe Neuinfektionen führen in Großbritannien zu mehr Todesfällen

„Dies liegt unter anderem an der hohen Fallzahl, die in den vergangenen Wochen registriert wurde“, sagte die medizinische Direktorin der Gesundheitsbehörde Public Health England, Yvonne Doyle. „Wir wissen, dass Todesfälle folgen, wenn es eine hohe Anzahl von Neuinfektionen gibt, und die Daten von heute zeigen, dass wir uns immer noch in der dritten Welle befinden.“

Sogar Premierminister Boris Johnson mahnte kürzlich zur Vorsicht. Zuvor wirkte er fast besessen von schnellen und flächendeckenden Öffnungen – die Corona-Regeln wurden vielerorts für nichtig erklärt, obwohl die Zahlen stiegen.

Allerdings gibt es Anlass für vorsichtigen Optimismus. Am Dienstag sank die Zahl der Neuinfektionen den siebten Tag in Folge. Knapp 230.000 Neuinfektionen in einer Woche bedeuten ein Minus von gut 30 Prozent im Vergleich zur Vorwoche.

Experten sind allerdings unsicher, worauf der Rückgang zurückzuführen ist. Als mögliche Gründe gelten der Beginn der Schulferien, die hohe Zahl von Schülern in Selbstisolation in den Wochen vor den Ferien und das Ende der Fußball-Europameisterschaft, als viele Menschen gemeinsam in Pubs die Spiele schauten.

Allerdings gibt es auch die Befürchtung, dass sich weniger Menschen auf das Coronavirus testen lassen, um ihre Sommerferien nicht zu riskieren, und dass es eine hohe Dunkelziffer Infizierter gibt. Die Konsequenz wäre, dass die Situation noch deutlich schlimmer ist, als es momentan mit der Statistik dargestellt werden kann... (dpa/dok)

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