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Banken-Krimi eskaliertCommerzbank-Betriebsrat stellt Strafanzeige gegen Unicredit

Sascha Uebel

Copyright: Alexandra Lechner/Commerzbank AG/dpa

Der Gesamtbetriebsrat der Commerzbank um Chef Sascha Uebel will Strafanzeige gegen die Unicredit stellen

Commerzbank-Krimi: Betriebsrat plant Strafanzeige

Der hitzige Übernahmekampf zwischen der Commerzbank und der italienischen Großbank Unicredit eskaliert! Der Gesamtbetriebsrat der Commerzbank wirft den Italienern irreführende Angaben vor und will jetzt mit einer drastischen Maßnahme zurückschlagen: einer Strafanzeige.

„Ich kann bestätigen, dass heute eine außerordentliche Sitzung des Gesamtbetriebsrats stattfindet“, sagte Betriebsratschef Sascha Uebel dem „Handelsblatt“. Dabei solle beschlossen werden, Strafanzeige wegen des Verdachts der Marktmanipulation und Irreführung zu stellen. Ein Hammer-Vorwurf, denn Marktmanipulation ist in Deutschland eine Straftat.

Schwerer Verdacht: „Bewusst in die Irre geführt“

Die Unicredit hat Anfang Mai ein Angebot zur Übernahme der Commerzbank vorgelegt und sammelt fleißig Aktien ein. Bis Donnerstag wurden ihr bereits 11,22 Prozent aller Papiere angedient. Damit würde der Anteil der Italiener auf über 37 Prozent steigen.

Das Überraschende daran: Die Frist für das Angebot läuft noch bis zum 16. Juni, und die Offerte von Unicredit liegt sogar unter dem aktuellen Börsenkurs der Commerzbank-Aktie. Normalerweise warten Großinvestoren bis zum Schluss. Für den Betriebsrat ein klares Alarmsignal.

„Ich habe wie viele Beschäftigte in der Commerzbank den Verdacht, dass der Kapitalmarkt damit bewusst in die Irre geführt werden soll“, so Uebel. „Es soll der Eindruck erweckt werden, als habe Unicredit die Übernahme der Commerzbank schon so gut wie in der Tasche, doch dem ist nicht so.“

Banken-Krimi: Auch Finanzaufsicht ist eingeschaltet

Nicht nur der Betriebsrat ist misstrauisch. Auch die Commerzbank-Führung hat bereits die Finanzaufsicht Bafin eingeschaltet, weil sie bei den Angaben von Unicredit ein falsches Spiel vermutet. Die Kritik aus Frankfurt: Die angedienten Aktien sollen überwiegend von Banken und deren Partnern stammen – und nicht von unabhängigen Investoren.

Unicredit wies die Vorwürfe zurück. Man handle nach den gesetzlichen Anforderungen und stehe in einem transparenten Dialog mit der Bafin, heißt es aus Italien. Der Krimi um die Zukunft der Commerzbank und die Jobs ihrer Mitarbeitenden geht also in die nächste Runde. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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