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Kurse brechen weltweit ein„Blutbad“ an den Börsen, Panik in den USA – Trump reagiert

Händler sitzen in der Zentrale der Hana Bank in Seoul vor einem Bildschirm, auf dem der südkoreanische Leitindex (KOSPI) angezeigt wird.

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Händler sitzen in der Zentrale der Hana Bank in Seoul vor einem Bildschirm, auf dem der südkoreanische Leitindex (KOSPI) angezeigt wird.

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Laut Analysten ist es zu einem Blutbad an den Börsen gekommen, an der Wall Street herrscht Panik. Trump will bereits einen Schuldigen gefunden haben.

Die Aktienkurse asiatischer Tech-Firmen sind infolge der Zwischenwahlen in den USA eingebrochen. Vor allem an den Börsen in Seoul und Tokio gab es am Freitag massive Kursverluste. Auch Hongkong, Shanghai und weitere asiatische Handelsplätze lagen tief im Minus. Analysten sprachen von einem „Blutbad“.

Die asiatische Tech-Industrie hatte in den vergangenen Monaten stark vom KI-Boom und dem Ausbau von Rechenzentren profitiert. Der Wahlsieg der Demokraten in den USA stellt jedoch den bisherigen Kurs Washingtons infrage.

Folge von US-Zwischenwahlen: Kurse asiatischer Tech-Firmen brechen ein

Der ungebremste Bau von Rechenzentren hat in den USA vielerorts für Widerstand von Anwohnern gesorgt. Das Thema spielte im Wahlkampf dann eine wichtige Rolle. Viele demokratische Kandidaten warben damit, den Bau von Rechenzentren stärker zu regulieren. Analysten zufolge sorgte insbesondere die Forderung des demokratischen Senators Bernie Sanders am Donnerstag nach einem US-weiten Moratorium für den Bau von Rechenzentren für Unruhe.

Die Ergebnisse der US-Wahlen vom Dienstag hatten an vielen Märkten zunächst für Aufwind gesorgt. Anleger hofften infolge der krachenden Niederlage der Republikaner von Präsident Donald Trump auf eine militärische Entspannung im Iran-Krieg. Abwärts ging es zunächst vor allem für US-Techkonzerne wie SpaceX und Google.

Die Verluste des US-Tech-Indexes Nasdaq weiteten sich dann jedoch aus. Am Donnerstag sackte der Nasdaq um 5,5 Prozent ab - es war der schlechteste Tag seit April 2025, als Trump die Welt mit der Ankündigung massiver Zollaufschläge für viele Länder geschockt hatte. „Das ist eine echte Panik“, sagte Jay Hatfield, CEO bei Infrastructure Capital Advisors. Es gehe „zu 100 Prozent um eine mögliche Verlangsamung des KI-Booms“.

Auch Dax startet deutlich im Minus

Der Ausverkauf von Tech-Aktien setzte sich dann in Asien weiter fort. Der südkoreanische Leitindex Kospi brach kurzzeitig um fast neun Prozent ein und schloss am Ende bei sechs Prozent im Minus - geprägt von massiven Verlusten der wichtigen Halbleiterhersteller SK Hynix und Samsung.

In Tokio gingen die Kurse im Schnitt um sechs Prozent nach unten. Der Großinvestor Softbank, der an vielen Projekten in den USA beteiligt ist, verlor mehr als zehn Prozent. In Taiwan zog der Chiphersteller TSMC den Index nach unten. Auch Hongkong, Shanghai, Sydney, Singapur, Jakarta, Bangkok, Wellington und Manila schlossen im Minus.

Am Donnerstag hat der Dax zwar noch ein neues Rekordhoch erreicht, doch von der positiven Stimmung ist am Freitag wenig übrig: Nach dem Kursrutsch an der Wall Street geht es auch in Deutschland bergab. Zum Auftakt in den Freitag verliert der deutsche Leitindex 1,7 Prozent oder mehr als 400 Zähler und notiert bei 25.873 Punkten.

Trump schimpft auf Truth Social

Donald Trump hat auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social scharf auf die massiven Kursverluste reagiert und macht die Demokraten verantwortlich.

Nach Darstellung des US-Präsidenten erlebte die Wall Street einen der schwärzesten Handelstage ihrer Geschichte. Seine Regierung habe hart daran gearbeitet, den Aktienmarkt auf Rekordstände zu bringen, so der Präsident. Diese Erfolge sieht er nun innerhalb kürzester Zeit zunichtegemacht. (afp/mg)