Ein US-Präsident, der vor Wut wie gelähmt ist. Und sich in seiner Privatresidenz verschanzt. Mitarbeiter, die panisch das Weiße Haus verlassen. Ein brisanter Bericht beschreibt, wie es während der US-Wahl in Trumps Umfeld zuging.
Düstere Szenen im Weißen HausTrump vor Wut „wie gelähmt“ – „panische“ Mitarbeiter flüchten

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Eine Reporterin sitzt am Wahlabend vor dem Westflügel des Weißen Hauses. Im Inneren haben sich laut einem Bericht düstere Szenen abgespielt.
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Die Häppchen stehen bereit. Auf den Tischen liegen Platten mit Fingerfood der US-Restaurantkette Cheesecake Factory, auf den Bildschirmen laufen die Ergebnisse der US‑Zwischenwahl. Am Dienstagabend (3. November) kommen Kabinettsmitglieder, politische Berater und treue MAGA-Anhänger in den Ostsaal des Weißen Hauses zur Wahlparty. Nur einer fehlt: Donald Trump.
Nur eine Stunde nach Bekanntwerden der ersten Ergebnisse soll Trump so wütend gewesen sein, dass er kurzzeitig die Fähigkeit zu sprechen verliert. Und sich mit seiner persönlichen Assistentin Natalie Harp und Stabschefin Susie Wiles in seine private Residenz im zweiten Stock zurückzieht. Die First Lady bleibt gleich ganz weg. Das berichtet die britische „Daily Mail“, die mit zahlreichen Insidern über den Wahlabend gesprochen haben will.
Trumps Mitarbeiter „flüchten“ und ziehen in eine Bar in der Nähe
Trump sei geradezu „paralysiert“ vor Wut gewesen, heißt es in dem Bericht. „Er schaut Fox News, bringt kaum ein Wort heraus und ist wie gelähmt“, wird eine Person aus dem Umfeld des Präsidenten zitiert. „Es ist eine bedrückende Szene.“
Es ist die „blaue Welle“, die den US-Präsidenten offenbar so schockt: Die Demokraten holen bei der Zwischenwahl das Repräsentantenhaus und den Senat, also beide Kammern des US‑Kongresses. Damit dürfte es für Trump in den letzten zwei Jahren seiner zweiten Amtszeit deutlich schwerer werden, zu regieren.
Je mehr Zwischenergebnisse eintrudeln, desto mehr leert sich der Saal im Weißen Haus, heißt es im Bericht. Erst verschwinden die ranghohen Mitarbeiter, dann ein Teil des Kabinetts.
Kurz vor 22 Uhr Ortszeit steht fest, dass das Repräsentantenhaus an die Demokraten geht. Da ist schon fast niemand mehr da. Die Mitarbeiter verlassen nicht nur die Party, sondern seien förmlich aus dem Gebäude „geflüchtet“. Sie ziehen in eine Bar in der Nähe. Das Fingerfood bleibt unberührt auf den Tischen stehen.
Trump wütet auf Truth Social: „Wir hätten MIT EINEM ERDRUTSCHSIEG gewonnen!“
Während Trump auf der Party vor Wut offenbar kaum ein Wort herausbekam, fand er online ein Ventil für seinen Ärger. „Fox News trägt die Verantwortung für diese Niederlagen“, poltert er auf Truth Social. Und wütet gegen den texanischen Gouverneur Greg Abbott, der verloren hatte. Dann schreibt er: „Wir hätten MIT EINEM ERDRUTSCHSIEG gewonnen!“ Aber: „Ich stand nicht auf dem Stimmzettel.“ Dabei hatte er seine Anhänger in den Wochen vor der Wahl aufgefordert, so zu tun, als stünde er drauf.
Unten im Saal verlieren auch die letzten Gäste die Fassung. Ein hochrangiger Beamter beschreibt, dass Trumps langjähriger Kommunikationsstratege Jason Miller vor Panik geschwitzt habe, während eine Demütigung nach der anderen über den Ticker läuft.
Die „blaue Welle“ war längst vor den Zwischenwahlen erwartet worden. Doch nach Angaben einer Quelle der „Daily Mail“ hat Stabschefin Wiles bis zuletzt einen republikanischen Sieg versprochen. Noch am Dienstagmorgen sprachen Mitarbeiter im Westflügel davon, in beiden Kammern Sitze hinzuzugewinnen. „Wahnhaft“, sagte die Quelle. „Sie waren wahnhaft bis zum Schluss.“
Außenminister Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth sollen „büßen“
Drei Straßen weiter hätten sich Mitarbeiter in einer Bar mit Whiskey betrunken, nachdem sie panisch aus dem Weißen Haus geflüchtet sind. Es seien bereits Gerüchte herumgegangen, wer die Woche überstehe – und wer gefeuert werde.
Schnell seien zwei Namen von Männern, die für die Niederlage „büßen“ sollen: Außenminister Rubio und Verteidigungsminister Pete Hegseth. „Ohne den Iran-Krieg hätte dieser Abend ganz anders ausgesehen“, sagte ein Beamter. Eine weitere Quelle im Weißen Haus meinte: „Wenn der Boss schlau ist, wirft er morgen alle raus, um sein Vermächtnis zu retten.“ (mg)

