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Blackout in der Ukraine Russische Rache für Niederlage auf dem Schlachtfeld?

Russische Raketen, die von der russischen Region Belgorod aus auf die Ukraine abgefeuert wurden, sind in der Morgendämmerung des 9. September in Charkiw zu sehen.

Russische Raketen, die von der russischen Region Belgorod aus auf die Ukraine abgefeuert wurden, sind in der Morgendämmerung des 9. September in Charkiw zu sehen.

Weite Teile der Ostukraine sind seit Sonntagabend ohne Strom. Die Behörden machen Russland dafür verantwortlich. Hat Putin den Stecker gezogen?

Stück für Stück haben sich die ukrainischen Truppen in den vergangenen Tagen Teile ihres Landes zurückerobert. Wladimir Putin steht unter Druck, die Regierung in Moskau hat sogar Verhandlungen in Aussicht gestellt. Nun gibt es Berichte über einen Blackout in weiten Teilen der Ostukraine. Ein letztes Aufbäumen von Putin?

Der Gouverneur der Region Charkiw erklärte, russische Angriffe auf „wichtige Infrastruktur“ hätten die Strom- und Wasserversorgung unterbrochen. Der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk warf den russischen Truppen vor, „Energie-Infrastruktur“ angegriffen zu haben, um sich für ihre „Niederlage auf dem Schlachtfeld“ zu rächen.

Ukraine: Selenskyj – „Russische Terroristen bleiben Terroristen“

Die ostukrainischen Regionen Charkiw und Donezk seien komplett ohne Strom, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Sonntag auf Twitter mit. „Russische Terroristen bleiben Terroristen“, schrieb er dazu.

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Sein Berater Mychajlo Podoljak teilte mit, in Charkiw sei eines der größten Wärmekraftwerke des Landes getroffen worden. Meldungen über Probleme bei der Strom- sowie der Wasserversorgung gab es auch aus den Gebieten Sumy, Dnipropetrowsk, Poltawa, Saporischschja und Odessa.

„Das ist eine abscheuliche und zynische Rache des russischen Aggressors für die Erfolge unserer Armee“, schrieb der Bürgermeister der gleichnamigen Gebietshauptstadt Charkiw, Ihor Terechow, auf Telegram.

Die ukrainische Armee hatte in den vergangenen Tagen zahlreiche Ortschaften und Städte im Osten der Ukraine von den russischen Truppen zurückerobert. Am Samstag hatte die russische Armee überraschend bekannt gegeben, ihre Streitkräfte aus Teilen der östlichen Region Charkiw weiter südlich in die Region Donezk „umzugruppieren“.

Eine am Sonntag von Russland veröffentlichte Karte zeigte einen weitgehenden Rückzug russischer Truppen aus dem Gebiet.

Unter dem Druck ukrainischer Gegenoffensiven hatte Russlands Verteidigungsministerium am Samstag mehr als ein halbes Jahr nach Kriegsbeginn den Abzug eigener Truppen aus der Region Charkiw bekanntgegeben. Offiziell begründet wurde der Rückzug mit einer strategischen „Umgruppierung“ der Einheiten. (dpa/afp)

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