Venezuela schlägt die USA im Finale – und US-Präsident Trump sorgt für Eklat
Baseball-Sensation mit politischer Sprengkraft

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Die Spieler Venezuelas bejubeln den Weltmeistertitel.
Ein Sieg für die Geschichtsbücher! In einem hochspannenden Finale hat Venezuela die USA im Baseball geschlagen. Die Südamerikaner triumphierten in Miami mit 3:2 und krönten sich damit zum allerersten Mal zum Champion der World Baseball Classic.
Die geschäftsführende Staatschefin Delcy Rodríguez erklärte den Mittwoch umgehend zu einem landesweiten Feiertag. „Lang lebe Venezuela“, äußerte sie sich nach dem Match. „Dieser Sieg ist ein Beweis für die Leidenschaft, das Talent und die Einheit, die uns Venezolaner auszeichnen. Eine Errungenschaft, die für immer im Herzen unserer Nation weiterleben wird.“
Trump sorgt mit bizarrem Tweet für Wirbel
Der sportliche Erfolg besitzt jedoch eine brisante politische Komponente. Wie die dpa meldet, hatte US-Präsident Donald Trump die Partie schon im Vorfeld auf dem Netzwerk Truth Social befeuert. Er deutete an, Venezuela könnte zum 51. US-Bundesstaat werden. Nach dem Endspiel wiederholte er diese Forderung mit einem einzigen Wort in Großbuchstaben: „STATEHOOD!!!“ Ein echter „Wie bitte?!“-Moment nach dem Abpfiff.
Hintergrund: Venezuelas Präsident in US-Haft
Das Duell war von vornherein extrem aufgeladen. Zu Jahresbeginn hatte das US-Militär den autoritären Staatschef Nicolás Maduro und seine Ehefrau bei einem Einsatz in dem Staat in Südamerika festgenommen und ausgeflogen. Beide halten sich nun in New York auf, wo ein Prozess wegen mutmaßlicher Verwicklung in den internationalen Drogenhandel auf sie wartet.
Seit dem Sturz von Maduro durchlebt das südamerikanische Land eine Phase des politischen Umbruchs. Delcy Rodríguez, die vorher Maduros Stellvertreterin war, hat als geschäftsführende Präsidentin die Leitung übernommen.
„Mein Land brauchte diesen Titel“
Bei der World Baseball Classic treten alle drei Jahre die weltbesten Nationalteams gegeneinander an; Venezuela erreichte zum ersten Mal überhaupt das Finale. „Mein Land brauchte diesen Titel“, erklärte Spieler Ronald Acuña Jr. und hatte Tränen in den Augen. „Ich wollte einfach nur unsere Leute stolz machen. Das haben wir heute geschafft.“ In der Hauptstadt Caracas bejubelten Tausende von Menschen den Sieg auf den Straßen und stimmten die Nationalhymne an. (red)
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