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Schluss mit VerspätungenBahn-Chef verrät Plan für über 90 Prozent Pünktlichkeit

Ein Regionalexpress der DB Regio

Copyright: Robert Michael/dpa

DB Regio zählte im April deutlich mehr Fahrgäste als im Vorjahresmonat. (Archivbild)

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DB verspricht Pendlern Besserung: So soll es klappen

Für Pendler in Köln und der Region ist es ein tägliches Ärgernis: verspätete Züge. Die Deutsche Bahn verspricht jetzt Besserung und zielt erneut auf eine Pünktlichkeit von über 90 Prozent. Einen festen Termin dafür gibt es allerdings nicht. „Die Herausforderung ist, den Abwärtstrend schnell zu stoppen. Da müssen wir gemeinsam im Systemverbund neue Lösungen finden“, erklärte Harmen van Zijderveld, der Chef der DB-Regionalsparte, der Deutschen Presse-Agentur.

Van Zijderveld setzt seine Hoffnung auf zahlreiche Bauprojekte im laufenden Jahr, die spürbare Fortschritte bringen sollen. „Ich hoffe, dass das laufende Jahr mit vielen wichtigen Bauvorhaben weitere spürbare Verbesserungen auch auf der Infrastrukturseite bringen wird“, so der Bahn-Manager. Geplant sind von der Infrastrukturgesellschaft DB InfraGo rund 28.000 Baustellen.

Zuletzt wurde die Marke von über 90 Prozent Pünktlichkeit im Nahverkehr im März 2025 erreicht. Im April 2026 sank der Wert auf 89,1 Prozent. „Unser Ziel ist, wieder stabil über das Niveau von 90 Prozent bei der Pünktlichkeit zu kommen“, bekräftigte van Zijderveld. Regionalzüge sind generell pünktlicher als Züge im Fernverkehr, was unter anderem an den kürzeren Strecken liegt. Zudem fallen bei der hohen Anzahl an Fahrten einzelne Verspätungen statistisch weniger ins Gewicht.

Marodes Netz bremst die Züge aus

Als Hauptursache für die vielen Verspätungen gilt der miserable Zustand des Schienennetzes. An unzähligen Stellen ist die Infrastruktur veraltet. Im Vorjahr wurden mit 26.000 Baumaßnahmen und einem Budget von rund 19,9 Milliarden Euro nur der weitere Verfall gestoppt. Eine Verbesserung der Zustandsnote gab es nicht. Für das aktuelle Jahr stehen etwa 23 Milliarden Euro bereit.

Ein zusätzliches Problem sind die überfüllten Knotenpunkte, zu denen auch die großen Städte wie Köln zählen. „Wir sehen, dass wir in manchen Situationen einen Fahrplan haben, der bei der Belastung der Infrastruktur so nicht mehr sinnvoll ist“, räumte van Zijderveld ein. Kleinste Störungen haben sofort massive Auswirkungen, da die Züge in einem sehr dichten Takt verkehren.

Wie sollen die Knotenpunkte entlastet werden?

Eine naheliegende Lösung wäre, das Angebot zu reduzieren und weniger Züge fahren zu lassen. Dieser Schritt gilt politisch jedoch als absolute Notlösung, falls alle anderen Konzepte scheitern. Niemand möchte das Signal aussenden, dass der Zugverkehr zurückgefahren wird.

Van Zijderveld begrüßt die politischen Debatten zur Fahrplan-Optimierung. Er meint, man könne schon mit „minimalinvasiven Eingriffen“ viel bewirken. Eine vom Bundesverkehrsministerium ins Leben gerufene „Taskforce zuverlässige Bahn“ hat im März in ihrem Abschlussbericht unter anderem sogenannte Jokergleise und mehr Zeitpuffer im Fahrplan angeregt.

Jokergleise sind damit Gleise in Bahnhöfen gemeint, welche extra freigehalten werden, um bei Störungen flexibler ausweichen zu können. Solche zusätzlichen Gleise könnten Engstellen kurzfristig entschärfen. Auch über „Flex-Abfahrten“ wurde nachgedacht: Züge könnten beispielsweise eine Minute vor der offiziellen Abfahrtszeit starten, um pünktlicher zu sein.

Präsentation einer ferngesteuerten S-Bahn

Copyright: Sven Hoppe/dpa

Kleine Eingriffe können eine große Wirkung haben.

Fahrgastzahlen bei DB Regio sind deutlich gewachsen

Bei internen Prozessen sieht van Zijderveld DB Regio auf einem guten Kurs. „Wir haben schon viel erreicht und beispielsweise in den letzten drei Jahren die ausgefallenen Zugkilometer wegen Personalmangels dank 20.000 neuer Kolleginnen und Kollegen um 80 Prozent reduzieren können“, sagte er.

Die Passagierzahlen im Regionalverkehr sind zuletzt stark angestiegen – der Manager sieht einen Grund dafür in den hohen Benzinpreisen. „Im April hatten wir 12 Millionen mehr Reisende - und damit knapp 10 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum“, berichtete van Zijderveld. Das Deutschlandticket sei in einer Zeit unkalkulierbarer Spritpreise „in seiner Einfachheit und mit seinem Preisniveau eine große Hilfe“, obwohl der ursprüngliche Preis von 49 Euro nicht gehalten werden konnte.

Bahn mit Sommer-Aktion für das Deutschlandticket

Aktuell schlägt das Deutschlandticket, das für den gesamten ÖPNV in Deutschland gilt, mit monatlich 63 Euro zu Buche. Auf diesen Preis haben weder die Bahn noch andere Verkehrsunternehmen direkten Einfluss; er wird von Bund und Ländern politisch ausgehandelt.

Die Bahn möchte den Kauf des Tickets diesen Sommer jedoch auf andere Weise schmackhaft machen: „Wir werden für diesen Sommer jedem, der ein Deutschlandticket neu über unsere Kanäle bucht, eine Probe-Bahncard 25 für 5,99 Euro anbieten“, kündigte van Zijderveld an. „So haben die Kunden nicht nur im Nahverkehr, sondern auch im Fernverkehr Zugang zu verbesserten Konditionen.“ Der Normalpreis für die drei Monate gültige Probe-Bahncard 25 liegt bei 19,90 Euro (2. Klasse). Mit ihr erhält man 25 Prozent Rabatt auf den Ticketpreis. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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