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Neue dramatische Lieferengpässe US-Gesetz aus dem Kalten Krieg muss neu aktiviert werden

Pasteurisierte gespendete Muttermilch befindet sich in einem Kühlschrank der University of California Health Milk Bank. Der Mangel an Säuglingsnahrung in den USA hat zu einem starken Anstieg des Interesses bei Müttern geführt, die Muttermilch spenden möchten, um die Versorgungslücke zu schließen, sowie bei denjenigen, die ihre Babys ernähren möchten. dpa

Pasteurisierte gespendete Muttermilch befindet sich in einem Kühlschrank der University of California Health Milk Bank. Der Mangel an Säuglingsnahrung in den USA hat zu einem starken Anstieg des Interesses bei Müttern geführt, die Muttermilch spenden möchten, um die Versorgungslücke zu schließen, sowie bei denjenigen, die ihre Babys ernähren möchten.

Babymilch ist in den USA derzeit so knapp, dass Joe Biden zu ungewöhnlichen Mitteln greift. Der Präsident musste sogar ein Gesetz aus dem Kalten Krieg aktivieren.

Wegen dramatischer Engpässe bei Babymilchnahrung in den USA greift die Regierung zu ungewöhnlichen Mitteln, um Familien mit Milchpulver zu versorgen. US-Präsident Joe Biden entschied, das ursprünglich für Kriegszeiten eingeführte Gesetz „Defense Production Act“ anzuwenden, um die Produktion von Babynahrung anzukurbeln, wie das Weiße Haus am Mittwochabend (Ortszeit) mitteilte.

Konkret ordnete Biden an, dass Hersteller von Säuglingsmilchnahrung von Lieferanten bevorzugt vor anderen Kunden mit den nötigen Zutaten versorgt werden.

Das Gesetz erlaubt es US-Präsidenten, im Interesse der nationalen Sicherheit in die Privatwirtschaft einzugreifen. In der Corona-Pandemie war die Regelung zuletzt bereits zum Einsatz gekommen, um Unternehmen zur verstärkten Herstellung von medizinischen Geräten und Schutzmasken zu verpflichten.

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Babymilch: Krasse Lieferengpässe, Luftbrücke wird eingerichtet

Um den Import von Babymilchpulver zu beschleunigen, habe Biden nun außerdem angewiesen, dass Verkehrsflugzeuge des Verteidigungsministeriums genutzt werden könnten, um Säuglingsnahrung aus dem Ausland in die USA zu bringen, hieß es weiter.

Wie schon zu Beginn der Corona-Pandemie, werde das Pentagon seine Verträge mit kommerziellen Luftfrachtunternehmen nutzen, um Produkte aus ausländischen Produktionsstätten zu transportieren. Die Umgehung der regulären Luftfrachtrouten spare viel Zeit.

Babymilch: Ausfall von Fabrik – mehrere Säuglinge tödlich erkrankt

Hintergrund des Mangels ist der Ausfall einer Fabrik des größten Herstellers von Säuglingsmilchnahrung in den USA, Abbott. Der Produzent hatte mehrere Produktlinien zurückgerufen, nachdem womöglich wegen bakterieller Verunreinigungen vier Säuglinge erkrankt und zwei gestorben waren. Die Produktion in einem Werk der Firma im Bundesstaat Michigan wurde vorerst komplett gestoppt.

Erst am Montag hatte die US-Regierung angekündigt, wegen der Engpässe mehr Importe von Babymilchpulver zuzulassen. Die US-Arzneimittelbehörde FDA einigte sich nach eigenen Angaben auch mit Abbott auf diverse Vorkehrungen, um die betroffene Fabrik wieder zu eröffnen. Bis die Produktion dort aber wieder angelaufen sei und Säuglingsmilchnahrung in den Handel ausgeliefert werden könne, werde es mehrere Wochen dauern, teilte das Unternehmen mit. (dpa/mg)

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