Zehn Jahre im DienstPolizeihund geht nach über 500 Einsätzen in Rente

Der Polizeihund Hobbs und eine Mitarbeiterin der Polizei, hier im Juli 2020, auf einem Selfie. Der Polizeihund Hobbs geht nach zehn Jahren in die wohlverdiente Rente.

Der Polizeihund Hobbs geht nach zehn Jahren in die wohlverdiente Rente.

Den Verdächtigen auf der Spur: Nach zehn Jahren geht Polizeihund Hobbs in Rente und kann auf zahlreiche aufgeklärte Fälle zurückblicken. Auch für die Zukunft gibt es für den Hund bereits Pläne.

von Jana Steger (JS)

Zehen Jahre lang stand Polizeihund Hobbs dem amerikanischen Wachtmeister Jason Robinson zur Seite. Doch nach 520 gemeinsamen Einsätzen und rund 166 geschnappten Verdächtigen ist es auch für einen Polizeihund nun an der Zeit durchzuatmen. 

Der vierbeinige Kommissar geht in die wohlverdiente Rente. Wie die US-amerikanische Polizeidienststelle auf Facebook mitteilte, ist Hobbs seit vergangenem Donnerstag (26. Januar 2023) nicht mehr für die Ermittlungen im Einsatz.

Polizeihund Hobbs geht nach zehn Jahren in Rente

Seit 2013 arbeitete der treue Vierbeiner mit Wachtmeister Jason Robinson zusammen. Gemeinsam haben sie knapp 113 Beweismittel sichergestellt. Mittlerweile ist Hobbs elf Jahre alt und kam im September 2013 aus Deutschland zur Polizeistelle in Edmonds. Schon bald funktionierten Hobbs und der Wachtmeister nur noch im Duo.

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Im Dezember 2013 erhielten die beiden sogar ihre erste Zertifizierung. „Hobbs war eine Bereicherung für die Strafverfolgungsbehörden in den Bezirken Snohomish und North King, da er furchtlos Verdächtige verfolgte, die in die Gemeinschaft flüchteten“, so die Polizeidienststelle auf Facebook. Sehen Sie hier den Facebook-Post der Polizeidienststelle zur Pensionierung des Polizeihundes Hobbs:

Einer seiner vielen Karrierehöhepunkte ereignete sich im Jahr 2017. Dort konnte das Duo die Festnahme von zwei bewaffneten Personen sicherstellen, welche einen Raubüberfall auf ein Geschäft in Mountlake Terrace begangen hatten. Bei strömendem Regen suchten Hobbs und Robinson mehrere Stunden lang nach den Verdächtigen, bis die beiden festgenommen wurden.

Auf der Facebook-Seite berichtete Wachtmeister Robinson immer wieder aus der sich von Hobbs und teilte dort seinen Alltag als Polizeihund. „Ich kam aus Deutschland und werde hier gut behandelt. Ich spiele verstecken oder jage den ganzen Tag Bällen hinterher. Ach ja, und sie haben mir einen Typen an die Pfoten gegeben, der mich in der Gegend herumfährt. Wie geil ist das denn!“, hieß es in einem Beitrag.

Auch zum Abschied verfasste Robinson einen Beitrag aus Sicht des Hundes. „Er hat sich jahrelang um mich gekümmert, und jetzt bin ich an der Reihe, mich um ihn zu kümmern, wenn er nur noch ein Hund sein darf“, schrieb er. „Wie die meisten ehemaligen K9-Führer werde ich sicher in den Hallen der Polizei umherwandern und die ruhmreichen Geschichten unserer über 500 vergangenen Einsätze erzählen.“

Polizeihunde vor allem wegen ausgeprägtem Geruchssinn im Einsatz

Generell werden Hunde bei der Polizei formell als ein Hilfsmittel körperlicher Gewalt eingesetzt. Vor allem deutsche Schäferhunde, aber auch Terrier oder Boxer sind beliebte Rassen für Diensthunde. Der wichtigste Grund für den Einsatz von Polizeihunden ist ihre hervorragende Nase. Der Geruchssinn eines Hundes übersteigt den des Menschen um eine Million.

Die Aufgaben eines Polizeihundes sind das Finden von Beweismitteln, die Aufnahme und Verfolgung von Fährten, die Personensuche, die Verfolgung und das Stellen von Flüchtigen, die Verteidigung vom Hundeführer und der Gehorsam. Im Durchschnitt gehen Polizeihunde in einem Alter von 10 Jahren in Rente, manchmal auch schon mit acht Jahren, je nach Gesundheits- und Tauglichkeitszusand.

In Zukunft wird es für Hobbs deutlich ruhiger zugehe. Denn der Vierbeiner darf sich auf seine wohlverdiente Rente als neues Familienmitglied von Robinson freuen. Während seines Ruhestands wird Hobbs in der Familie des Wachtmeisters leben. (js)